Psychologische Auswirkungen der Beschneidung

Diese Seite soll einen umfassenden Überblick verschaffen über die psychologischen Auswirkungen der Beschneidung von Kindern und Säuglingen und die wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema. 

Einführung

In medizinischen Kreisen galt die mit Beschneidung männlicher Neugeborener wie auch Kindern lange Zeit als psychologisch und emotional harmloser Eingriff. Es wurde angenommen, dass der neugeborene Säuglinge nur ein „schlecht entwickeltes“ neurologisches System hätte: dass Neugeborene folglich keinen Schmerz fühlten, oder wenn sie Schmerz fühlten, sich nicht daran erinnern würden. Gemäß diesem Dogma konnte die Erfahrung der Neugeborenenbeschneidung oder der Beschneidung im Kindesalter niemals eine bleibende Auswirkung auf das Kind haben und konnte das Kind auch nicht traumatisieren.  

Auch war früher der Glaube weit verbreitet, dass die Vorhaut keine besondere Struktur und keine nützliche Funktion hätte; und dass der Patient später  ihren Verlust niemals bedauern würde. 

Heute liegen genügend Beweise aus der medizinischen Wissenschaft vor, um mit Sicherheit sagen zu können, dass die männliche Beschneidung psychologische Veränderungen verursacht. Das Trauma der der Beschneidungserfahrung ist schädlich.[234647] Es kann schädliche Langzeitauswirkungen auf das spätere Leben haben.[234647505556] Jedoch wurden die spezifischen neurologischen, psychologischen und verhaltensbezogenen Veränderungen infolge eines frühen Genitaltraumas niemals ausführlich untersucht. Weitere Forschungsarbeit ist erforderlich um diese Veränderungen genauer beurteilen zu könne. 

Die Forschung der Psychologie der Beschneidung kann in mehrere miteinander verknüpfte Bereiche unterteilt werden: 

  1. Die Auswirkungen des Schmerzes und des perinatalen Traumas auf das Kind 
  2. Das Trauern um den Verlust eines Körperteils;
  3. Auswirkungen des frühen Genitaltrauma und des Verlustes beim Erwachsenen 
  4. Die Auswirkungen auf die Eltern (Bonding zwischen Eltern und Säugling); 
  5. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft;
  6. Faktoren die Eltern und Ärzte beeinflussen eine Beschneidung zu verlangen oder auszuführen. 

Obwohl die Literatur zu den psychologischen Folgen der Beschneidung weit davon entfernt ist vollständig zu sein, ist einiges an Information bereits verfügbar. 

Trauma der Beschneidung

Cansever testete Jungen vor und nach ihrer Beschneidung und stellte fest, dass das Trauma der Beschneidung schwere Störungen der normalen psychischen Funktion verursachte.[5Taddio und andere haben Verhaltensveränderungen bei Jungen im sechsten Lebensmonat dokumentiert, die auf eine posttraumatische Belastungsstörung bei beschnittenen Jungen hindeuten.[36] Yilmaz et al. haben posttraumatische Belastungsstörungen bei Jungen in der phallischen Phase nachgewiesen, die einer Beschneidung wegen Phimose unterzogen wurden.[53Rhinehart wies posttraumatische Belastungsstörungen infolge des perinatalen Traumas der Säuglingsbeschneidung bei Männern mittleren Alters nach.[47] Es gibt gewichtige Belege dafür, dass ein perinatales Trauma [1532444546485156] und/oder ein Mangel an Vergnügen [718] zu späterem aggressiven, gewalttätigen und/oder suizidalen Verhalten beitragen. Anand und Scalzo zeigen auf, dass infolge früher Traumata Personen anfälliger werden für eine veränderte Schmerzsensitivität, ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom/Hyperaktivität, und selbst-zerstörerische psychische Störungen.[64Van der Kolk stellte bei traumatisierten Personen einen Zwang zur Wiederholung ihres Traumas fest.[17Goldman erläutert, dass für einen männlichen beschnittenen Arzt die Durchführung einer Beschneidung eine Wiederholung seines eigenen Beschneidungstraumas sein kann.[46

Verleugnung des Verlustes 

Personen, die Körperteile verloren haben, müssen um ihren Verlust trauern.[40414244]  Die erste Phase dieser Trauer besteht in der Leugnung des erlittenen Verlustes.[24Fitzgerald und Parkes erklären, dass „alles, was die sensorische oder kognitive Funktion ernsthaft beschädigt hat zwangsläufig tiefgreifend psychologische Auswirkungen, nicht nur für die betroffene Person, sondern auch die Familie, Freunde Arbeitskollegen, und Betreuer.“ [41] Der Gedanke an den permanenten Verlust der sensorischen Funktion ist so schmerzhaft, dass Personen ihren Verlust ableugnen um sich diesen schmerzhaften Gefühl nicht stellen zu müssen.[41] Die Ableugnung des Verlustes führt zu einer Flucht aus der Realität. Parkes et al. erklärten, dass Personen, die sich in dieser Ableugnungsphase befinden, ihren Verlust minimieren können.[404142] Die Beschneidung verursacht den Verlust eines Körperteils und all seiner Funktionen einschließlich eines drastischen Verlustes an erogener sensorischer Funktion, sodass die Ableugnung des Verlustes unter beschnittenen Männern nicht selten beobachtet wird. Beschnittene Männer können den vollen Umfang des Leids und der psychischen Dysfunktion durchmachen, den der Verlust eines Körperteils verursacht. Dies führt oft dazu, dass beschnittene Väter unnachgiebig darauf bestehen, dass ihre Söhne beschnitten werden.[242856

Väter sind häufig unfähig ihre Gefühle auszudrücken. Sie erklären dann: „Ich will, dass mein Sohn so wie ich aussieht“ –und das obwohl Augenfarbe, Haarfarbe und die anderen körperlichen Merkmale des Kindes sich von ihnen unterscheiden können. In Wirklichkeit meinen sie aber: „Ich will keinen Sohn mit einem intakten Penis, der mich an das erinnert, was ich verloren habe.“ 

Auswirkungen des Ableugnung des Verlustes aus Ärzte 

Goldman erklärt, dass manche beschnittene männliche Ärzte, die medizinische Literatur dazu missbrauchen um ihren eigenen Verlust zu begründen, zu rationalisieren und zu rechtfertigen; und um die Praktik der Beschneidung zu verteidigen.[46Denniston berichtet, dass Ärzte „die selbst beschnitten wurden unfähig kein können damit aufzuhören andere zu beschneiden.“ [28LeBourdais berichtet, dass die Wahrscheinlichkeit eines Babys beschnitten zu werden, unter anderen Faktoren vom Beschneidungsstatus des Vaters sowie dem Geschlecht, dem Alter und dem Beschneidungsstaus des Arztes abhängt. Goldman berichtet, dass Ärzte, die älter männlich und beschnitten sind eher dazu neigen die Beschneidung zu billigen.[46] Mitglieder von Ärztegesellschaften können emotionale Probleme haben, die eine objektive Formulierung einer Grundsatzerklärung bezüglich der nicht therapeutischen männlichen Beschneidung verhindern können.[54

Zusammenfassung 

Eltern müssen sich bewusst sein, dass die Beschneidung gefährlich ist. Die Beschneidung bringt den Verlust eines Körperteils mit sich. Es besteht ein großes Potential für psychologische Langzeitschäden. Kinder unterscheiden sich auf unvorhersehbare Weise hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Schmerz, Trauma und Verlusten. Einige Menschen werden von ihrer Beschneidung stärker belastet als andere. Weitere Forschungsarbeiten sind notwendig, ehe wir die psychologischen und gesellschaftlichen Konsequenzen dieses traumatischen Ereignis vollständig verstehen können. 

Highlights

  • Im späten 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert identifizierte Sigmund Freud die Kastrationsangst die aus der Angst vor Operationen an den Genitalien resultiert.[1
  • Bereits 1929, berichtete der Britische Psychoanalytiker Edward Glover über einen Fall von Impotenz infolge von Kastrationsangst, die durch eine besonders brutale Beschneidung verursacht wurde. Glover berichtete auch über das Verhalten eines Arztes mit einem obsessiven zwanghaften Verlangen danach Jungen zu beschneiden.[2]
  • In 1945 David M. Levy, M.D., veröffentlichte eine Studie  an Kindern unterschiedliche chirurgische Operation unterzogen worden waren, einschließlich Beschneidungen. Er stellte fest, dass viele unter ihnen an "Kampfneurose" litten – eine frühe Bezeichnung für das, was heute posttraumatische Belastungsstörung genannt wird.[3] Levy stellte ferner fest, dass Operationen am Penis –wie etwa Beschneidungen– besonders traumatisch waren und besonders dazu neigten psychische Schäden zu hinterlassen. Levy stellte ferner fest, dass die traumatisierende Wirkung der Operation umso größer war, je jünger das Kind zum Zeitpunkt der Operation war.[3]
  • Kinderpsychiaterin Anna Freud erläuterte 1952 die Rolle von körperlicher Krankheit im psychischen Leben von Kinder. Freud erklärte, dass die Kombination von Schmerz und Angst verheerende Auswirkungen auf Kinder und die kindliche Psyche haben kann.[4]
  • Kinderpsychologin Gocke Cansever (1965) untersuchte 12 türkische Jungen vor und nach ihrer Beschneidung. Cansever berichtete über schwere psychische Störungen nach der Beschneidung, die mittels psychologischer Testungen nachgewiesen wurden.[5
  • James Prescott (1975) beschreibt die Ursprünge der Gewalt. Prescott vertritt die Ansicht, dass der Entzug körperlichen Vergnügens zur Entwicklung von gewaltätigem Verhalten beiträgt.[7] Die Beschneidung entfernt Lustgefühle auslösende Nervenrezeptiten in der Vorhaut und entzieht der Einzelperson daher körperliches Vergnügen. 
  • Richards et al (1976) beobachtete Verhaltensunterschiede zwischen männlichen Kindern in den USA und männlichen Kindern in Europa. Die US-amerikanischen Jungen waren beschnitten, während die Europäischen Jungen nicht beschnitten waren. Richards deutete an, dass diese Veränderungen die Folge der Beschneidung sind.[8
  • Grimes, der sich den Werken von Freud, Cansever oder Richards scheinbar nicht geläufig bekannt waren, schrieb 1978 "Die Anwendung von Quetschklemmen und die Exzision von Penisgewebe tragen nicht gerade dazu bei eine vertrauensvolle, freundliche Beziehung mit der neuen Umgebung des Säuglings aufzubauen."[9]  
  • Kennedy berichtete über den Fall eines adoleszenten Jungen der durch seine Beschneidung in der Kindheit traumatisiert wurde.[12Yorke berichtete darauffolgend über die Notwendigkeit für zusätzliche Studien über psychischen Trauma. Er führte als Beispiel hierfür das Trauma der Beschneidung an.[13]
  • 1980 identifiziert das Diagnostische Handbuch der American Psychiatric Association (DSM III) zum ersten Mal die Bedingungen die zur Entwicklung des Posttraumatischen Belastungsstörung beitragen (PTBS). Der 1987 DSM-III_R beschreibt die Bedingungen für die Pathogenese des PTSD. Diese entsprechen genau jenen Bedingungen, die ein hilfloser Säugling als auch ein älterer Junge bei seiner Beschneidung erfährt-auch dann wenn die Beschneidung unter (Voll-)Narkose erfolgt.[14]
  • Der Perinatalepsychologe David Chamberlain (1989) demonstriert, dass Personen unter dem Einfluss der Hypnose sich an ihre Geburt und die damit verbundenen Ereignisse erinnern können.[16]
  • Van der Kolk (1989) berichtet, dass Opfer von Trauma dazu neigen das Trauma zu wiederholen.[17] Die Befunde finden auf viele Arten des Kindesmissbrauchs Anwendung, und helfen zu erklären, warum Männer und Frauen, die selbst Opfer der Gewalt der Beschneidung waren, eher dazu neigen selbst Gewalt auf andere auszuüben, indem sie selbst zu Beschneidern oder Beschneiderinnen werden, die selbst Kinder beschneiden.
  • Prescott (1989) stellt den Schmerz und das Trauma der Beschneidung mit dem Vergnügen und der Frieden der vermiedenen Beschneidung gegenüber. Er identifiziert den Schmerz und den Mangel an Vergnügen infolge der Beschneidung mit im Veränderungen der Hirnentwicklung und des Verhaltens, Prescott argumentiert, dass der frühe Schmerz der Beschneidung das Gehirn für spätere sadomasochistische Tendenzen "kodiert", einschließlich gewalttätigen destruktivem Verhalten.[18]
  • Alice Miller (1991) behandelt die Auswirkungen von frühem Kindesmissbrauch und Trauma auf späteres gewalttätiges und selbst-destruktives Verhalten.[19]
  • Walter and Streimer haben über einen Fall von Körperdysmorpher Störung infolge der Beschneidung.[20Maguire and Parkes bestätigen, dass der Kummer und sellisches eid häufig bei Personen auftritt, die Körperteile verloren haben.[40]
  • Bigelow (1992, 1995) berichtet, dass beschnittene Männer, die in beschneidenden Kulturen Väter werden, oft ein Verhalten aufweisen, für das sich die Bezeichnung "unnachgiebiges Vatersyndrom" etabliert hat. Der „unnachgiebige Vater“ insistiert, dass sein Sohn beschnitten wird, selbst nachdem eine rationale Aufklärung geboten wurde.[24]
  • Menage (1993) wies posttraumatische Belastungsstörungen bei Frauen infolge Genitaloperationen nach.[25]
  • Williams and Kapila untersuchten 1993 die Komplikationen der Beschneidung. Dies ist vermutlich der erste Artikel dieser Art  in einer medizinischen Fachzeitschrift der die psychologischen Komplikationen der Beschneidung eingehend behandelt.[26]
  • George C. Denniston, MD, MPH, (1994) erläutert die psychologischen Auswirkungen und Verhaltensänderungen bei erwachsenen Männern, die durch die Ableugnung des Verlustes der Zirkumzision entstehen.[28]
  • David Chamberlain, Ph.D. (1995) diskutiert den perinatalen Ursprung von späteren gewalttätigem Verhalten.[32] Dr. Chamberlain argumentiert, dass Babys nicht beschnitten werden sollten.
  • Hepper (1996) untersuchte die Literatur, die zeigte, dass fätale Erinnerung weit vor der Geburt beginnt und sich über die Geburtserfahrung bis in  Neugeborenenphase hinein fortsetzt.[33]
  • Diamond (1989) stellt einen psychosexuellen Nachsorge-Bericht über den Fall von "John/Joan" bereitet, der "sexuell neuzugeordnet", dh. unter anderem mehreren Geschlechtsumwandelnden Operationen unterzogen wurde und als Mädchen aufgezogen wurde, nachdem er seinen gesamtem Penis durch eine verpfuschte Zirkumzision verloren hatte. "John" wurde aus "medizinischen Gründen" beschnitten um eine "verklebte Vorhaut" zu behandeln, obwohl dies bei kleinen Jungen ein normaler entwicklungsbedingter Zustand ist. [35] "John" (David Reimer aus Winnipeg, Canada) war auch das Thema eines Buches, As Nature Made Him, des Journalisten John Colapinto, sowie eines BBC-Dokumentarsfilms.
  • Taddio (1997) bewies, dass der Schmerz der Neugeborenenbeschneidung, noch im Alter von 6 Monaten in der Erinnerung präsent ist und abgerufen werden kann. Das in der Studie beobachtete Verhalten werteten die Forscher als eine kleinkindliche Entsprechung der posttraumatischen Belastungsstörung.[36]
  • Der Psychologe Ronald Goldman dokumentiert die Auswirkungen des Beschneidungstraumas auf die Einzelperson und die Gesellschaft in seinem Buch.[37]
  • Hill (1997) berichtet, dass beschnittene Ärzte und religiöse Offizielle  dazu neigen falsche medizinische oder religiöse Gründe zur Rechtfertigung der Beschneidung anzuführen.[38]
  • Die britische Kinderpsychiaterin McFadyen (1998) beschrieb das psychologische Trauma ihres Sohnes infolge seiner Beschneidung.[39] McFayden's Beschreibung des Traumas ihres Sohnes stimmt mit den Berichten von Anna Freud [4] und Cansever [5] überein. 
  • Di britischen Psychiater Maguire und Parkes (1998) berichten über die Notwendigkeit um den Verlust von Körperteilen zu trauern.[40] Wenn besagte Trauer um den Verlust ausbleibt, verbleibt die betroffene Person in einem Zustand der Ableugnung, in dem sie von der Realität des Verlustes und der erlittenen Verletztung entrückt sind.
  • Bradley et al. berichten über das Scheitern von Geschlechtsumwandlungsoperationen zur Behandlung von Penisentfernungen infolge nicht-therapeutischer Beschneidungen.[43]
  • Menage (1998) beschreibt den psychologischen Schaden der Beschneidung von Jungen.[44]
  • Jacobsen and Bygdeman (1998) belegen, dass traumatische und/oder schmerzhafte Eingriff in der Perinatalphase zu einer erhöhten Neigung zum Suizid führen. dieser Effekt ist bei Jungen signifikant stärker.[45]
  • Psychiater Dr. med. John Rhinehart (1999) weist Posttraumatische Belastungsstörung infolge von Säuglingsbeschneidungen (Beschneidungen, die kurz nach der Geburt erfolgten) nach.[47]
  • Boyle & Bensley berichten über eine Umfrage über die psychologischen und sexuellen Auswirkungen der Beschneidung bei Männern.[49]
  • Boyle und Kollegen untersuchen die psychologischen und sexuellen Auswirkungen der Säuglingsbeschneidung.[51]
  • Ramos und Boyle beweisen in ihrer Studie an 1577 philippinischen Knaben, dass ein Zusammenhang zwischen Beschneidung und dem Auftreten einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) besteht. 

    Die Studie belegt, dass 50% der Knaben, die einer medizinischen Beschneidung unter Betäubung unterzogen wurden und etwa 70%, die rituell ohne Anästhetikum beschnitten wurden, eine posttraumatische Belastungsstörung davontragen.

  • Yilmaz et al. führten in ihrer Studie psychologische Untersuchungen an Jungen vor und nach der Beschneidung durch. Sie fanden Belege dafür, dass die Beschneidung Ängste auslöst und Symptome, die auf eine posttraumatische Belastungsstörung hinweisen.[53]
  • Goldman erläutert die psychologischen, kulturellen und religiösen Faktoren, welche die Grundsatzpolitik zur Beschneidung von Ärzteverbänden beeinflussen.[54]

Organizationen

Referenzen

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  5. Cansever G. Psychological effects of circumcisionBrit J Med Psychol (1965), 38, p 321.
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Die Neurologie der männlichen Beschneidung

Das Studium der neurologischen Veränderungen infolge der Beschneidung steckt noch in den Kinderschuhen. Neurologische Veränderungen wurden infolge des Schmerzes, des Stresses und dem Trauma nachgewiesen.[22] Fitzgerald et al. berichten über Experimente an Tieren.[5960] Zusätzlich wurde von Immerman und Maccay eine Atrophie oder Disorganisation infolge der sensorischen Deprivation (Entzug von sensorischen Reizen also Sinnesempfindungen) nach der Entfernung der Nervenrezeptoren in der Vorhaut -die sexuelle Lustgefühle und Vergnügen auslösen.[6263]

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Die nächsten beide Dokumente sind problematisch.[6263] Immerman & Mackey (1998) stellen eine gut begründete Hypothese auf, dass die Entfernung der Sinneszellen in der Vorhaut eine Atrophie/Desorganisation des Gehirn verursachen kann. Danach versuchen sie aber die Beschneidung zu rechtfertigen, indem sie postulieren, dass die Hirn-Desorganisation/Atrophie erstrebenswerte soziale Auswirkungen habe. Dies aber ist mit den Grundsätzen guter Medizin unvereinbar. Immerman und Mackeys Verteidigung der schädigenden Wirkung der Beschneidung auf das Gehirn in diesen Artikel stützt Goldmans These, dass mache Ärzte intellektuelle Aktivität wie einen „extrem cleveren psychischen Apparat zur Meidung von Fakten“ gebrauchen, wenn sie über die Beschneidung schreiben.[45] Auf diese Weise verleugnen viele beschnittene Männer die Realität ihres Verlustes.[37] Dies manifestiert sich manchmal in Form von wissenschaftlicher Literatur.[45] Anand & Scalzo (2000) stellen die Hypothese auf, dass eine frühe abnormale Stimulation des Nervensystems (wie etwa der Schmerz der Beschneidung) die Entwicklung des Nervensystems beinträchtigt und das Verhalten beeinflusst.[63]

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