Penis und Vorhautneurologie

Ken McGrath, Professor für Pathologie an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Auckland University of Technology und Mitglied des New Zealand Institute of Medical Laboratory Scientists, erklärt seine Forschungsarbeiten über die neuronale Anatomie des menschlichen Penis und die körperlichen Schäden infolge der Beschneidung.

McGrath ist Autor des Artikels The Frenular Delta: A New Preputial Structure, der in dem Fachbuch "Understanding Circumcision: A Multi-Disciplinary Approach to a Multi-Dimensional Problem" veröffentlicht wurde.

Wortlaut in möglichst authentischer deutscher Übersetzung:

 

Mein Forschungsbereich ist die Anatomie. Ich lehre zwar Pathologie, aber von der Ausbildung her bin ich Anatom.

Mein Interesse an der Vorhaut rührt daher, dass Neuseeland einmal eine sehr hohe Beschneidungsrate hatte und die Beschneidung mir als eine erheblich abnorme Praktik erschien – persönlich wie auch kollektiv. Deshalb wurde (wie bei den meisten Jungen) ein wenig meine Neugierde darüber geweckt, warum so etwas getan wird, also begann ich mich somit schon ziemlich früh in meinem Leben damit zu beschäftigen. Je mehr ich damit befasste, desto abnormer und sinnloser erschien mir die Zirkumzision; mir erschloss sich kein medizinischer Sinn darin.

[Um Gewebe im Detail zu untersuchen], müssen wir histologische Verfahren anwenden. Nun, die Histologie ist ein Teilgebiet der Pathologie, welche das Gewebe in seiner natürlichen Form betrachtet; [Die Bezeichnung] leitet sich aus dem griechischen Wort für „Gewebe“, „Netz“, oder „Muster“ ab. Deshalb schneidet man Gewebe in sehr dünne Scheiben, legt diese auf Objektträger und sieht sie unter dem Mikroskop an, um die Architektur der Zellen (wie sie angeordnet sind) zu interpretieren. Die meisten Leute sind mit den allgemeinen Bildern über den Aufbau der Haut und so weiter vertraut, doch so studiert man diesen: Du musst deine zweidimensionalen Bilder hernehmen, die du unter dem Mikroskop siehst und dir ein dreidimensionales Bild daraus bauen. Es sind natürlich in den letzten Jahren große Fortschritte festzustellen; Heute können wir –mithilfe von Computertechnologie und konfokalen Mikroskopen– es dem Mikroskop ermöglichen, genau das zu tun: nämlich absolut genaue dreidimensionale Bilder von Geweben erzeugen.

Nun, das, was mir am Gewebe der Vorhaut auffiel, ist seine Ähnlichkeit zu dem Gewebe der Fingerspitzen — mit der ebenso dichten Innervation (=hochgradig engmaschigem Nervengewebe), und die Tatsache, dass die Vorhaut eine weit komplexere Struktur darstellt als nur eine simple Erweiterung der Schafthaut des Penis –eben nicht nur das, wofür die meisten Leute die Vorhaut halten („Es ist nur ein Hautlappen, der die Glans [Eichel] bedeckt, um die Glans zu schützen“). Genau das ist sie nicht. Ich würde sogar die [Vorhaut] als ein eigenständiges Organ betrachten, weil sie mindestens zwei wichtige Funktionen erfüllt:

  • Die erste Funktion ist eine mechanische. Die Vorhaut sorgt für eine Wälzlager-Wirkung auf dem Penis, die es ohne Vorhaut nicht gäbe. Sie sorgt auch für das zusätzliche Gewebe, das für Veränderungen in der Größe benötigt wird—der Penis wird während der Erektion größer, und wenn die Haut nur eine feste Größe hätte, wären ziemliche Schmerzen die Folge, sobald die Haut stark gedehnt würde, um sich bei der Erektion der Vergrößerung des Penis auf das Doppelte anzupassen. Folglich gewährleistet die Vorhaut die Anpassungsfähigkeit des Penis [an Größenveränderungen].
  • Die zweite wichtige Funktion [der Vorhaut] ist ihre sensorische Funktion. Diese wurde im Laufe der letzten 15 Jahre immer deutlicher erkannt,—[seitdem] John Taylor und sein Team ihre Befunde [1996] veröffentlichten. Sie gelangten zu dieser Erkenntnis, obwohl die Leute nicht viel darüber nachdachten, was sie eigentlich fühlten (sofern sie intakt waren). – Ich für meinen Teil tat das auch nicht: Ich habe mich nicht hingesetzt und damit begonnen zu analysieren, was ich fühlte, sondern das Mikroskop führt uns vor Augen, dass die Vorhaut eine bedeutende sensorische Funktion erfüllt. Ich denke, nein, ich bin der Überzeugung—dass die [Vorhaut] die höchste Konzentration an Nervenendigungen des gesamten männlichen Körpers aufweist.

Folglich kann [die Vorhaut] nicht ignoriert werden; sie kann nicht einfach als ein simples Stück Haut abgetan werden.

Jungen und Mädchen entwickeln sich aus dem gleichen embryologischen Gewebe. Es gibt zwei mögliche Wege, wie sich Gewebe entwickeln kann: Jungen durchlaufen den einen Weg unter dem Einfluss von Testosteron, Mädchen durchlaufen einen anderen Weg ohne Testosteron.

Die meisten Embryologen würden erklären, dass deutliche Analogien zwischen den männlichen und weiblichen Genitalien bestehen: Das Schamlippengewebe beispielsweise wird für die Entsprechung des Skrotums gehalten, und natürlich hat der Penis selbst seine Entsprechung in der Klitoris. Auch die Vorhaut hat ihre Entsprechung bei der Frau: Es gibt eine weibliche Vorhaut, die Klitorisvorhaut. Der Unterschied ist –und dieser ist einer der großen Mysterien der Anatomie– dass die Nervenenden beim Mann anders angeordnet sind als bei der Frau. 

Es ist der menschliche Mann, der so außergewöhnlich einzigartig ist, denn wir haben nicht einmal die selbe Anordnung (der Nervenenden) wie andere Primaten. Auch Schimpansen (unsere nächsten Cousins sozusagen) weisen nicht die gleiche Anordnung der Nervenenden am Penis auf wie wir. Tatsächlich ist die Anordnung bei ihnen sogar genau umgekehrt wie bei uns.

 

Somit haben Menschen einen Penis entwickelt, der ausgesprochen einzigartig ist, und was mich daran fasziniert, ist, dass diese Entwicklung in einem solch kurzen Zeitraum geschah–ungefähr 4.5 bis 5 Millionen Jahre der Evolution, was nur ein Augenzwinkern ist. Folglich birgt der menschliche Penis große Mysterien.
 
Das spezialisierte Nervengewebe, das ich beschrieben habe, ist wirklich ziemlich faszinierend! Die Haut des Penis verschließt sich (ähnlich wie ein gewöhnlicher Reißverschluss an der Unterseite des Penis), während sich die Zellschichten beim Embryo entwickeln ; Wir nennen [diese Verschlusslinie] Raphae – die kleine Linie, die Naht, die nach oben verläuft. An der Spitze des Penis bildet diese Naht eine kleine [Gewebe-]Brücke –das „Frenulum“, was Lateinisch ist und so viel bedeutet wie „kleiner Zaum“. (Frenum bedeutet „Zaum“–der Zaum eines Pferdes– Frenulum ist dazu die Verkleinerungsform.) [Dieses Frenulum] bindet die Vorhaut an die Unterseite der Eichel.

Viele Jahre über dachte man, dass dieses Frenulum die einzige wirkliche Spezialisierung wäre, die stattgefunden hätte, und dass das Frenulum ein Überbleibsel des Prozesses des Verschließens der Haut bei ihrer Entwicklung im Embryonalstadium sei. Doch heute wissen wir, dass die erstaunliche Konzentration an Nervenenden in der Vorhaut mit dem Frenulum zu tun hat: Vom Frenulum aus entspringt nach beiden Seiten [des Penis] ein Band aus lauter Erhebungen, welches John Taylor „das gefurchte Band“ [engl. the ridged band] nannte. Darauf finden sich ungefähr 11 oder 12 Erhöhungen [engl. ridges], diese sind jenen Erhöhungen auf den Fingerspitzen auffallend ähnlich. Sie verlaufen exakt um den gesamten Umfang des Penis herum, vereinen sich dann zum Frenulum und umzäunen dabei in der inneren Vorhaut ein deltaförmiges Hautdreieck, welches wir das „Frenulare Delta“ nennen. Dieses Frenulare Delta befindet sich unterhalb des Frenulums und ist sehr stark innerviert [=dicht mit Nerven und Nervenenden durchsetzt]. Die meisten Männer bezeichnen diesen Bereich als ihren „G-Punkt“, also ihren Punkt, welcher der empfindlichste Bereich ihres Penis ist.

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Dieser Bereich –das gefurchte Band und das Frenulare Delta– besitzt dieselben spezialisierten Nervenenden wie die Fingerspitzen, nur wahrscheinlich 10 Mal so viele, so vermute ich. (Deren Anzahl wurde noch nie genau ermittelt, aber die Anzahl der Nervenbündel, auf denen die spezialisierten Nervenenden aufgewickelt sind, ist bekannt und diese ist sehr beeindruckend.) Folglich ist die Vorhaut zweifellos die wichtigste sensorische Komponente des Penis. Wird sie entfernt, gehen mindestens 50% des Empfindungsvermögens des Penis verloren, folglich ist die Auswirkung der Beschneidung auf das sexuelle Empfinden des Organs verheerend. Dies ist sogar seit Jahrhunderten wohlbekannt.

Die Vorhaut ist aus der neurologischen Perspektive also ein faszinierendes Organ und diese spezialisierte Anordnung [an spezialisierten Nervenenden] ist der Grund, weshalb die Vorhaut keinesfalls als gewöhnliche Haut betrachtet werden darf. Das ist sie nicht, die Vorhaut ist nämlich hochgradig spezialisiert, und deshalb, sowie aufgrund der zwei Funktionen, die ich erwähnte, ist sie ein eigenständiges Organ.

Die Beschneidung entfernt standardmäßig 50% der Haut des Penis, weil 50% der Penishaut Teil der Vorhaut ist. Sie ist ein beträchtliches Stück Haut –beim Erwachsenen hat sie die Größe einer großen Karteikarte. Die entfernte Hautmenge umfasst das gesamte gefurchte Band und den Hauptteil des frenularen Deltas. Das Frenulum wird manchmal entfernt und manchmal nicht. Einige Chirurgen glauben, dieses sei ein Ärgernis und gehöre restlos beseitigt, oder, wie es nennen: „ausgemerzt“. Andere wiederum belassen es, und jene, die es in Ruhe lassen, lassen noch ein wenig vom frenularen Delta zurück und damit auch noch ein wenig vom „G-Punkt“. Jene aber, die es gänzlich zerstören, entfernen gleichzeitig das gesamte spezialisierte Nervengewebe.

Wenn nun diese große Anzahl an Nervenbündeln, die jene Nervenendungen versorgen, [im Rahmen der Beschneidung] durchtrennt werden, beginnt die Standard-Reaktion durchschnittener Axone (der „Kabel“ des neuronalen Systems): Die sensorischen Neuronen am Rückenmark müssen versuchen, eine Art von Schadensbegrenzung einzuleiten. Wenn man einen Bereich seiner Haut einschneidet und dabei einige Nervenbündel durchschneidet, versuchen die Nervenzellen sich neu zu verknüpfen – dahin zurückzuwachsen, wo sie ursprünglich waren, und der Prozess, innerhalb dessen dies abläuft, ist wohlbekannt und gut beschrieben: Der Stumpf des Axons bildet Wachstumskegel* aus, mit deren Hilfe [die Axone] nach der Stelle suchen, an der sie ursprünglich verknüpft waren. Der untere Abschnitt des Nervs, von der Schnittstelle aus gesehen, ist natürlich von der Zelle und damit von ihrer Versorgung abgetrennt; Er nekrotisiert und wird schließlich vom Immunsystem weggeräumt und beseitigt. Im Falle einer Operation wie der Beschneidung (wobei ein großes Stück Haut weggeschnitten wird), ist das Zielgebiet, mit anderen Worten: die Nervenenden, zu denen diese Nervenkabel (Axone) ursprünglich führten– jetzt entfernt, deshalb können die Axone ihre ursprüngliche Endungsstelle auch nicht mehr finden: Infolgedessen bilden sich die Wachstumskegel zwar aus, treffen aber gegen ein Narbengewebe (welches sie nicht durchdringen können), und bilden sich entweder vollständig zurück oder vereinen sich zu einem Bündel aus Wachstumskegeln. Und alles, was [solch ein Wachstumskegel] übermitteln kann, sind Schmerzen. Deshalb werden diese als Schmerzneurome des Narbengewebes bezeichnet.

Die Beschneidung verursacht einen Verlust von rund 50% der Penishaut – unglücklicherweise gerade des wichtigsten Teils der Haut, des funktionalen Endes, nicht der Basis, wo der Schaden geringer wäre. [Die Beschneidung] raubt mehr als 50% der sensorischen Nervenenden des Penis, weil sich diese im gefurchten Band und dem frenularen Delta konzentrieren, welche beide durch eine Beschneidung automatisch zerstört werden. Es ist wahrscheinlich sogar davon auszugehen, dass an die 75% bis 80% des sensorischen Gewebes [durch die Beschneidung] verloren gehen.

* Ergänzende Anmerkung von Ken McGrath laut uns vorliegender E-Mail vom 04.11.2012 (ins Deutsche übersetzt):

„... ich wollte sagen: „... nicht an der Basis, wo es geringere Auswirkung hat“, oder vielleicht „... nicht an der Basis, wo es weniger schadet.“ [...] Es gibt zwei Gründe, warum ich glaube, dass die Hautentfernung an der Basis des Penis weniger schadet: 

Erstens, weil es mir sicher erscheint, dass die Nervversorgung der hochsensiblen Zone der inneren Vorhaut retrograd ist (d.h. die ventralen Nervenstränge treten in die Schleimhaut vom distalen Ende der schlauchförmigen Haut ein, nicht vom proximalen Ende – sonst würde die Beschneidung die Haut distal vom Schnitt gänzlich taub machen) denn jede bleibende Schleimhaut distal von der Beschneidungsnarbe bleibt sensibel; und 

zweitens haben die Japaner lange Zeit eine Manschettenhautbeschneidung an der Penisbasis angewandt, und keine Vorhautbeschneidung, und zwar um die Haut zur Verhinderung der Vorhautbedeckung der Eichel zu kürzen, aber ohne jeglichen Gefühlsverlust oder sichtbare Vernarbung.

 

*Als Wachstumskegel bezeichnet man das spezialisierte Vorderende eines Axons (den langen Ausläufer einer Nervenzelle), mit dessen Hilfe letzteres den Weg in sein Zielgebiet sucht.

Die funktionale Folge [der Beschneidung] ist, dass der sensorische Input in das Rückenmark und bis in das Zentralnervensystem in großem Umfang reduziert wird:

  • Folglich hat der Mann nicht mehr allzu viel Gefühl, und viele beschnittene Männer wissen auch nicht, "wo" ihr Orgasmus eigentlich ist– sie haben nicht ausreichend starke Empfindungen vor dem Orgasmus, um erkennen zu können, wie der Anstieg der Empfindungen voranschreitet, und viele dieser Männer werden von ihrem Orgasmus überrascht, mehr oder weniger.
  • [Während sexueller Betätigung] werden die alltäglichen schützenden, simplen, eher unangenehmen Schmerz- und Temperaturreize, die von der Eichel kommen, solange sie sich in Ruhe befindet, durch die Stimulation der Vorhaut ausgeschaltet: dank der inhibitorischen Interneurone im Rückenmark. Mit anderen Worten: Erst wenn eine ausreichend starke Flut an Reizen von der Vorhaut in das Rückenmark fließt, werden inhibitorische [hemmende] Interneurone aktiviert, welche die Reizimpulse seitens der Eichel ausschalten bzw. begrenzen, sodass der Mann vorübergehend nichts mehr in seiner Eichel fühlt, weil er solche [Schmerzempfindungen beim Geschlechtsverkehr] in diesem Moment auch nicht spüren will. Was geschieht stattdessen beim beschnittenen Mann? Wenn der Orgasmus beginnt, aber der verbleibende sensorische Input aus der [restlichen] Vorhaut nachlässt, reicht dieser natürlich nicht aus, und damit gibt es nicht mehr genug [Input aus der Vorhaut], um die Inhibition [die Hemmung] der Eichel aufrechtzuerhalten. [In Folge] will der Mann die sofortige Beendigung der Bewegung; [er] zieht sich entweder [aus seiner Partnerin] zurück, oder, wenn [sein Penis] immer noch eingeführt ist, [erklärt er]: „Um Himmels willen, aufhören! Beweg dich nicht. Ich halte es nicht mehr aus!“

Dies ist ein sehr häufiges Phänomen bei beschnittenen Männern, daher muss es für deren Partner niederschmetternd sein, plötzlich das unterbrechen zu müssen, was eigentlich der vergnüglichste Moment sein sollte.

Es war immer schwierig für mich zu verstehen, was wirklich genau passiert, doch sind wir zu der Annahme gelangt, dass auf diese Weise [diese Art von Dyspareunie](=Schmerz beim Geschlechtsverkehr) zustande kommt. Dies betrifft fast ausschließlich beschnittene Männer, auch wenn diese bei intakten Männern auftreten kann, wenn die Vorhaut nicht so beweglich ist, wie sie sein sollte.

Was ist nun mit beschnittenen Männern, welche behaupten: „Ich könnte mehr Empfindlichkeit gar nicht aushalten“ ?

Ich denke, wenn sie das sagen, dann sprechen sie über die Empfindungen, die aus der Eichel stammen, denn die Eichel hat nicht die neuronale Ausstattung, um leichte Berührungsreize wahrzunehmen. Die Eichel sendet nur Nervenreize [ans Gehirn], die freie Nervenendigungen registrieren können (weil die Eichel fast nur freie Nervenendigungen besitzt). Tatsächlich ist die nächste Entsprechung der Eichel >> die Hornhaut des Auges. Niemand mag es, wenn die Hornhaut des Auges gerieben wird. Wenn man eine Wimper unter das Augenlid bekommt, fühlt man zwar, dass sie da ist, aber man weiß nicht genau, wo sie ist, [und] das ist fürchterlich störend, man will sie sofort beseitigen – Hier handelt es sich genau um die Sorte von Empfindung, welche die Eichel produziert: Du weißt nicht genau, wo die (Empfindung) liegt, weil es nicht gerade ein hochauflösendes System ist, das macht es sehr unangenehm. Im Normalfall wird deshalb genau das abgestellt, wenn ein Mann die Phase vor dem Orgasmus erreicht. Folglich haben wir bei normalen, intakten Männern einen Mechanismus, die diese schützenden Empfindungen unterdrückt, solange man diese nicht benötigt (beim Geschlechtsverkehr).

Bei beschnittenen Männern jedoch kommt diese schmerzhafte Empfindung zum falschen Moment wieder zurück.

Nun die natürliche Lösung: Um Nervenschädigung und lebenslange Einbußen an Empfindsamkeit sowie an erotischem Vergnügen zu vermeiden und darüber hinaus diesen eigenartigen Schmerzeffekt mit seinen Folgen zu verhindern, ist die Vorhaut gar nicht erst durchzuschneiden. Einfach in Ruhe lassen! Natürlich hat die Evolution den richtigen Weg gefunden. Jungen kommen jede Minute und jede Sekunde des Tages vollständig mit Vorhaut zur Welt, und sie werden weiterhin mit Vorhaut geboren werden.