"Ihr Sohn muss beschnitten werden, da er ansonsten als Erwachsener keinen Oralsex haben kann."

Ich fürchte, dass nicht-kooperativen Eltern tatsächlich solche unangebrachten Märchen von Beschneidungsärzten erzählt werden. Dies zeugt nur von ärztlicher Ahnungslosigkeit, was das Wissen über die hohe Reizbarkeit des intakten Penis betrifft. Klassische Anatomiestudien haben bewiesen, dass die Vorhaut der am dichtesten mit Nerven besetzte Teil des Penis ist. Sie hat spezialisierte Nervenrezeptoren, die direkt mit dem Lustzentrum des Gehirns verbunden sind. Ihr intakter Sohn ist besser ausgestattet um alle Aspekte der körperlichen Liebe zu genießen, als seine verstümmelten Zeitgenossen. Der Mythos, dass amerikanische Frauen einen beschnittenen Penis bevorzögen, ist meiner Ansicht nach Frauen gegenüber abwertend. Es mag stimmen, dass US-amerikanische Frauen einer gewissen Generation und gewissen sozialen Hintergrundes mit größter Wahrscheinlichkeit eher mit dem beschnittenen Penis vertraut sein dürften als mit dem intakten Organ. Solche Vorurteile aber müssen als das Ergebnis der Massen-Beschneidungs-Kampagnen der 1950er-Jahre und keineswegs persönlicher Vorliebe oder gar Erfahrungen angesehen werden. Ich vermute aber, dass sowohl Frauen als auch Männer eher persönliche Qualitäten wie Rücksichtnahme, Freundlichkeit, Einfühlungsvermögen, Wärme und Hilfsbereitschaft an ihrem Partner schätzen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Beschneidung eines Jungen die Fähigkeit, diese Eigenschaften zu entwickeln, erhöht.  

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