Dr. med. Paul M. FLEISS: Fakten, die gegen Beschneidung sprechen

Mit welchen "Begründungen" treten Ärztinnen und Ärzte, die Ihren Sohn beschneiden wollen, an Sie heran und wie können Eltern sich gegen solche Versuche unwissender und/ oder geldgieriger Ärztinnen und Ärzte wappnen?   

Paul M. FLEISS, MD, MPH, ist klinischer Assistenz-Professor für Kinderheilkunde am "University of Southern California Medical Center". Er ordiniert weiters in seiner privaten kinderärztlichen Praxis, ebenfalls in Los Angeles, Kalifornien. Dr. Paul M. FLEISS ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Artikel, die in führenden US-amerikanischen und internationalen medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden.

Veröffentlicht in: Mothering Magazine , Winter 1997, S. 36--45.

Übersetzung des englischsprachigen Originals "THE CASE AGAINST CIRCUMCISION" (svw."BESCHNEIDUNG AUF DER ANKLAGEBANK")

In den Originaltext eingefügte Kommentare wurden wie diese Zeilen kursiv geschrieben.

Inhalt

Die Vorhaut ist notwendig

Westliche Länder haben keine Beschneidungstradition. In der Antike brachte die jahrhundertelange griechische Vorherrschaft, sowie die Expansion des Römischen Reiches westliche Völker mit Völkern aus dem Mittleren Osten in Berührung, von denen einige ihre Kinder durch Zirkumzision oder andere Genital-Verstümmelungen kennzeichneten. Um diese Kinder zu schützen erließen die Römer wie zuvor die Griechen Gesetze, die die Beschneidung verbaten.(1) Im Laufe der Jahrhunderte erließ auch die Katholische Kirche mehrere ähnliche Gesetze.(23) Die traditionelle westliche Sichtweise auf die Zirkumzision war von Abscheu und Entrüstung geprägt. 

Die Beschneidung als Routinemaßnahme begann während der Masturbationshysterie in der viktorianischen Ära, als einige wenige Ärzte kleine Jungen als Strafe für die Selbstbefriedigung beschnitten. Viktorianische Ärzte wussten ganz genau, dass die Zirkumzision den Penis desensibilisiert, weniger empfindlicher werden lässt, entblößt und in seiner sexuellen Funktion beeinträchtigt. Erst später wurden nach und nach weitere Gründe wie etwa angebliche gesundheitliche Vorteile nachgeschoben. Bald behaupteten die Ärzte, die Beschneidung heile sogar Epilepsie, Krämpfe, Lähmungen, Elephantiasis, Tuberkulose, Ekzeme, Bettnässen, Hüftgelenkserkrankungen, Inkontinenz, rektale Prolapse, feuchte Träume, Hernien, Kopfschmerzen, Nervosität, Hysterie, schlechtes Sehvermögen, Idiotie, geistige Behinderung und Schwachsinn.(4)

In der Geschichte der Medizin wurde von keiner medizinischen Prozedur behauptet, dass sie eine größere Anzahl Krankheiten therapieren oder vorbeugen könne. Noch in den 1970ern priesen führende amerikanische medizinische Lehrbücher die Routine-Beschneidung als Vorbeugungsmaßnahme gegen Selbstbefriedigung an.(5) Die antisexuellen Motive hinter dieser Operation, die das Abschneiden eines Teils des Penis beinhaltet, sind offenkundig. 

Die radikale Praxis der routinemäßigen Säuglingszirkumzision in den USA begann erst in der Ära des Kalten Krieges. Diese Institutionalisierung einer beinahe schon Pflichtbeschneidung, bei der Eltern zu Beschneidung gedrängt oder die männlichen Neugeboren gleich ohne Erlaubnis der Eltern beschnitten wurden, wurde von der gleichen medizinischen Bewegung vorangetrieben, die die Geburt pathologisierte und das Stillen verpönte. Privat-wirtschaftliche, von Unternehmen betriebene Krankenhäuser führten die Routine-Beschneidung ein, ohne die Öffentlichkeit jemals darüber zu informieren. 

[Auch in Westdeutschland fanden in den 1950ern und 1960ern einige Ärzte Gefallen an der Säuglings-Beschneidung, wie sie in den "modernen USA" durchgeführt wurde und forderten die Einführung einer routinemäßigen Beschneidung ganz nach US-amerikanischem Vorbild in der Bundesrepublik. Anm. d. Red.

Die Beschneidung war in den USA Jahrzehnte lang, trotz der hohen Beschneidungsrate, nie Thema einer öffentlichen Debatte. Erst in den 1970er Jahren zwang eine Reihe von gerichtlichen Klagen die Krankenhäuser eine schriftliche elterliche Zustimmung einzuholen, bevor sie diese medizinisch unbegründete, aber finanziell lukrative Operation durchführten. Die Beschneiderinnen und Beschneider reagierten darauf, indem sie neue „medizinische“ Gründe für die Beschneidung erfanden, um die Eltern zu ängstigen und damit zur Zustimmung zu drängen. 

Die heutigen "Gründe" für die Beschneidung, die von Beschneidern angeführt werden, sind den jeweils aktuellen kollektiven Ängsten und Befürchtungen angepasst. So lange, bis auch diese wieder als irrational erkannt worden sind und durch neue Befürchtungen ersetzt werden müssen.  Da die einst gängigen Vorwände wie die Behauptungen, dass die Beschneidung Krebs und Geschlechtskrankheiten vorbeugen könne heute widerlegt und entkräftet sind, werden Beschneider/innen zweifellos neue Vorwände erfinden. Wenn die Beschneider von rein medizinischen Gedankengängen motiviert wären, wäre die Beschneidung längst ausgestorben, genauso wie der Aderlass oder die Kastration. Der Umstand, dass dem nicht so ist, deutet darauf, dass die Begierde andere zu beschneiden [vorzugsweise Kinder] zuerst da war und die sich stets wandelnden "Gründe" dafür erst später nachgeliefert wurden. 

Millionen Jahre der Evolution haben den menschlichen Körper zu einem Muster an Vollendung, Eleganz und Effizienz werden lassen, wobei jeder Teil seine Funktion und seinen Zweck hat.

Die Evolution bestimmte aber, dass die Genitalien eines jeden Säugetiers in eine schützende, empfindliche und multifunktionale Vorhaut gehüllt werden. Jeder Mensch, männlich und weiblich, kommt mit einer Vorhaut auf die Welt. Bei den Frauen schützt sie die Klitoris, bei den Männern schützt sie die Eichel des Penis. Somit ist die Vorhaut ein essentieller Bestandteil der menschlichen sexuellen Anatomie. 

Das freudige Ereignis der Geburt eines Kindes sollte Eltern sollte nicht beunruhigen. Dagegen geht in den USA die Geburt eines Sohnes mit Angst und Verwirrung einher: Viele Eltern werden unter Druck gesetzt ihr Baby einem Fremden zu auszuhändigen, der/die hinter verschlossener Tür das Baby festschnallt und ihm [fast immer ohne jedwede Betäubung] seine Vorhaut amputiert. 

[Eine Praxis, die auch in unseren Breiten ihre Bewunderer hat. Um wohl für eine Beschneidung gesunder Jungen zu werben wird auf gewissen medizinischen Seiten oft darauf verwiesen, dass in den USA die Beschneidung aus "gesundheitlichen oder hygienischen Gründen" eine Standard-Operation sei. Dass die Einführung der Beschneidung anfangs ganz andere als medizinische Gründe hatte - nämlich die Eindämmung der Masturbation unter Jungen, dass in Krankenhäusern männliche Neugeborene wie selbstverständlich ohne Wissen der Eltern beschnitten wurden, dass die Beschneidung bis heute fast immer ohne Betäubung durchgeführt wird, dass alle Krankheiten, die durch Beschneidung angeblich vermieden werden sollen, in den USA alle ausnahmslos viel häufiger sind als in Deutschland, Österreich und Europa, und jährlich Jungen an den direkten Folgen der Beschneidung sterben, viele andere infolge von Komplikation körperlich entstellt oder geistig geschädigt werden, wird dabei großzügig unterschlagen Anm. d. Red.

Es ist bemerkenswert, dass in der ganzen US-amerikanischen Diskussion über die Beschneidung Informationen über die Vorhaut selbst fast gänzlich fehlen. 

Die Massen-Beschneidungskampagnen der vergangenen Jahrzehnte haben zur pandemischen Unwissenheit über ihre bemerkenswerte Struktur und ihre vielfältige Rolle bei der menschlichen Sexualität geführt. (9) [Auch in Deutschland und Österreich besteht oft eine gewaltige Unwissenheit über die Vorhaut, ihre einzigartigen Strukturen und ihre vielfältige Rolle beim Geschlechtsverkehr.] Unwissenheit und Falschinformation sind eher die Regel als die Ausnahme in der amerikanischen [wie auch der deutschsprachigen] medizinischen Literatur, Ausbildung und Praxis. Die meisten US-amerikanischen Lehrbücher stellen den menschlichen Penis, ohne jedwede Erklärung, als beschnitten dar, als ob er so von Natur aus wäre. 

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Was ist die Vorhaut? 

Die Vorhaut ist ein einzigartig spezialisiertes, empfindliches, und funktionales Organ. Kein anderer Körperteil erfüllt einen ähnlichen Zweck. Die Vorhaut ist eine modifizierte, zweilagige, nervenangereicherte Verlängerung der Schafthaut des Penis. Sie bedeckt die Eichel und erstreckt sich gewöhnlich über die Eichelspitze hinaus, bevor sie sich selbst einfaltet und direkt hinter der Corona (dem Eichelkranz) wieder ihre kreisförmige Anhaftungsstelle findet. Die Vorhaut ist also ein doppelschichtiges Organ. Ihre wahre Länge beträgt rund das Zweifache ihrer Außenseite [=das äußere Vorhautblatt] und macht mehr als 80% der gesamten Haut des Penis aus (67). 

Die Vorhaut enthält eine vielfältige Konzentration von Blutgefäßen und Nervenendungen. Sie ist mit dem peripenischen Muskelblattes, eine weiche Muskelschicht aus länglichen Muskelfasern verbunden. Diese Muskelfasern sind gewirbelt, und bilden so eine Art Schließmuskel, der dem Harntrakt optimalen Schutz vor Schmutzstoffen jeglicher Art bietet. Wie die Unterseite der Augenlieder oder des Mundraums, besteht fdie Unterseite der Vorhaut aus einer dünnen Schleimhaut. Diese ist in zwei verschiedene Bereiche unterteilt. Die glatte Schleimhaut und die gefurchte Schleimhaut. Die glatte Schleimhaut liegt auf der Eichel des Penis auf und enthält ektopische Talkdrüsen, welche natürliche Emmolientien (weichmachende und feuchthaltende Sekrete), natürliche Gleitmittel und schützende Antikörper produziert. Ähnliche Drüsen finden sich in den Augenliedern oder im Mund, deren Schleimhäute die forderste Front der Immunabwehr bilden. 

An die glatte Schleimhaut angrenzend und gerade hinter der Vorhautöffnung, liegt die gefurchte Schleimhaut, die auch gefurchtes Band genannt wird. Diese hochempfindliche Struktur besteht aus eng-gefalteten konzentrischen Bändern, ähnlich den elastischen Gummibändern einer Socke. Diese dehnbaren Falten ermöglichen es dem äußeren Vorhautende sich auszudehnen und zurückzugleiten. Dieses gefurchte Band verleiht der Vorhaut ihre charakteristische sich verjüngende Spitze. 

Auf der Unterseite der Eichel, erstreckt sich die Verbindungsstelle der Vorhaut bis hin zum Meatus (der Harnröhrenöffnung) und bildet ein Bändchen, das sogenannte Frenulum. Es ist identisch mit dem Frenulum der Zunge, dass die Zunge mit der Mundunterseite verbindet. Das Frenulum hält die Vorhaut auf ihrem Platz vor der Eichelspitze und hilft zusammen mit den glatten Muskelfasern die Vorhaut nach dem Zurückziehen wieder auf ihre gewöhnliche Position vor die Eichel zurückzubringen. 

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Das Zurückziehen der Vorhaut

Bei der Geburt ist die Vorhaut mit der Eichel verklebt ähnlich wie ein Fingernagel mit dem Finger verklebt ist. Irgendwann im Verlaufe der Pubertät wird der Penis seine Entwicklung vollendet die Vorhaut sich von der Eichel gelöst haben.(8)  

Wann dieser Ablösungsprozess beginnt und wie lange er dauert, ehe sich die Vorhaut vollständig von der Eichel gelöst hat, ist individuell sehr verschieden. Es gibt kein bestimmtes Alter, ab dem sich die Vorhaut von der Eichel gelöst haben und die Vorhaut zurückstreifbar sein muss. Ein kluger Arzt beschrieb den Prozess folgendermaßen, „Die Vorhautöffnung kann mit einer Rosenknospe verglichen werden, die verschlossen ist. Wie eine Rosenknospe, wird sie sich nur dann öffnen und blühen, wenn die Zeit reif dafür ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe um sie aufblühen zu lassen.“(9

Selbst wenn sich die Vorhaut von der Eichel schon in der frühen Kindheit löst, kann sich die Vorhautöffnung, normalerweise nur so weit ausweiten, um das Harnlassen zu ermöglichen. Durch diese ideale Eigenschaft wird die Eichel des Penis davor geschützt vorzeitig der Umwelt ausgesetzt zu werden. 

Der Penis entwickelt sich im Laufe der Kindheit auf natürliche Weise. Irgendwann, wird das Kind selbst die wundersame Entdeckung machen, das sich seine Vorhaut zurückstreifen lässt. Es gibt keinen Anlass für Eltern, oder Ärzte den Penis des Kindes zu manipulieren. Die einzige Person die die Vorhaut eines Kindes zurückstreifen soll, sollte das Kind selbst sein, wenn es entdeckt hat, dass seine Vorhaut dazu bereit ist.  

Eltern sollten daher äußerst wachsam gegenüber jedem sein, der die Vorhaut ihres Kindes zurückziehen will, und besonders gegenüber jedem, der sie allzu begierig oder leichtfertig abschneiden will. 

In den USA besteht große Nachfrage an Vorhäuten seitens einer Reihe von privatwirtschaftlichen Unternehmen, und das Marketing um die Kinder und Säuglingsvorhäute ist zu einem einträglichen Wirtschaftszweig erwachsen mit einem jährlichen Multi-Millionen-Dollar Umsatz. Eine Multimillionen-Dollar Industrie. Pharmazeutische und kosmetische Unternehmen, nutzen die menschliche Vorhaut von Kindern als Forschungsmaterial. Unternehmen wie Tissue Sciences, Organogenesis und BioSurface Technology nutzen die Kindervorhaut als Ausgangsmaterial für eine Art atmungsfähige Bandage.(10

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Was sind die Funktionen der Vorhaut?

Die Vorhaut hat zahlreiche, schützende, sensorische und sexuelle Funktionen, die durch die Beschneidung irreversibel verloren gehen. 

Schutz:

So wie die Augenlieder die Augen schützen, schützt die Vorhaut die Eichel und hält ihre Oberfläche weich, feucht und empfindlich. Sie sorgt außerdem für die optimale Wärme, PH-Wert und Sauberkeit der Eichel. Die Eichel selbst enthält keine Talgdrüsen, jene Drüsen also, die das Sebum, eine Art natürliches Öl, produzieren, das der Haut Feuchtigkeit spendet.(11) Die Vorhaut produziert das Sebum, das die Oberfläche der Eichel gesund hält. 

Immunologische Abwehr:

Die Schleimhäute, die sich an allen Körperöffnungen befinden, bilden die vorderste Front der körpereigenen Immunabwehr. Drüsen in der Vorhaut produzieren antibakterielle und antivirale Proteine wie das Lysozym.(12) Lysozym findet sich auch in den Tränen und in der Muttermilch. Spezialisierte Langerhanssche Zellen, eine Komponente der körpereigenen Immunabwehr, sind in der äußeren Oberfläche der Vorhaut reichhaltig vorhanden. Plasmazellen in der Schleimhaut der Vorhaut sondern Antikörper ab, die vor Infektionen schützen.(14)

Sexuelle Empfindlichkeit:

Die Vorhaut ist der empfindlichste Teil des Penis. 

Die menschliche Vorhaut ist so empfindlich wie die Fingerspitzen, oder die Lippen des Mundes. Sie enthält eine größere Vielfalt und eine höhere Konzentration von spezialisierten Nervenrezeptoren als jeder andere Teil des Penis (15). Diese spezialisierten Nervenenden können Bewegung, feinste Temperaturveränderungen, sowie feinste Texturabstufungen wahrnehmen.(1617181920212223)

Bedeckung während der Erektion:

Bei der Erektion nimmt der Penisschaft an Dicke und Länge zu. Die doppelschichtige Vorhaut stellt die notwendige Haut bereit um dem nun vergrößerten Organ genug Raum zu bieten, damit die Penishaut frei, reibungslos und angenehm über den Schaft und die Eichel gleiten kann. Der Grad der Bedeckung während der Erektion kann von gar keiner bis zur vollständiger Bedeckung variieren. Alle diese Variationen sind normal. 

Selbststimulierende Sexuelle Funktion:

Die doppelschichtige Vorhaut ermöglicht es der Schafthaut des Penis vor und zurück über den Penisschaft zu gleiten. Die Vorhaut kann normalerweise ganz oder beinahe ganz zurück bis zum Schaftanfang zurückgezogen werden und ebenso über die Eichelspitze vorgezogen werden. Durch diesen großen Bewegungsspielraum werden die Orgasmus-auslösenden Nervenrezeptoren in der Vorhaut, dem Frenulum und der Eichel stimuliert. 

Sexuelle Funktionen beim Geschlechtsverkehr:  

Eine der Funktionen der Vorhaut ist es, die reibungslose und sanfte Bewegung zwischen den Schleimhäuten der Partner zu vereinfachen. Die Vorhaut ermöglicht es dem Penis reibungslos in die Vagina hinein und wieder heraus zu gleiten, in seiner eigenen glatten Umhüllung aus selbstschmierender, beweglicher Haut. Der weibliche Partner wird so eher durch den Druck der Bewegung, als wie nach der Beschneidung, durch bloße Reibung stimuliert. 

Die Vorhaut fördert die Intimität zwischen den Partnern, indem sie die Eichel bedeckt und sie als intaktes, inneres Organ erhält. Das sexuelle Erlebnis wird gesteigert, wenn die Vorhaut zurückgleitet, so dass das innere Organ des Mannes, die Eichel, auf das innere Organ der Frau, den Gebärmutterhals trifft -ein Moment von höchster Intimität und Schönheit. 

Ferner erfüllt die Vorhaut Funktionen, die bis jetzt noch wenig Beachtung gefunden haben oder noch nicht vollständig nachvollzogen werden. Europäische Forscher haben jüngst Östrogen-Rezeptoren in den basalen Epidermiszellen (Zellen der obersten Hautschicht) der Vorhaut entdeckt.(24) Forscher an der Universität von Manchester, fanden heraus, dass die Vorhaut apokrine Drüsen besitzt.(25) Diese spezialisierten Drüsen produzieren Pheromone -natürliche sexuelle Botenstoffe. Weitere Studien sind erforderlich um diese Eigenschaften der Vorhaut und ihre Funktion gänzlich zu verstehen. 

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Pflege der Vorhaut 

Der natürliche Penis bedarf keiner besonderen Pflege. Die kindliche Vorhaut ist, wie die Augenlider, selbst reinigend. So wie es schädlich ist die Augenlider anzuheben und die Augäpfel zu reinigen, ist es schädlich, die Vorhaut des Kindes zurückzuziehen und die Eichel zu reinigen.(26

[Die Pflege einer noch nicht zurückziehbaren Vorhaut ist ganz einfach: Es reicht aus, den Penis von außen beim Windel wechseln, Baden oder Duschen vorsichtig mit klarem, warmen Wasser ähnlich wie ein Fingerchen abzuwaschen.]

Der weiße Weichmacher unter der Vorhaut wird Smegma genannt. Smegma ist wahrscheinlich eine der am meisten missverstandenen, und zu Unrecht verteufelten Substanz der Natur. Smegma, entgegen dem landläufigen Vorurteil, ist sauber, heilsam und notwendig. Es befeuchtet die Eichel und hält sie weich und  geschmeidig. Seine antibakteriellen und antiviralen Bestandteile erhalten den Penis gesund und rein. Sämtliche Säugetiere produzieren Smegma. Der Arzt Thomas J. Ritter, MD, hob seine Bedeutung hervor indem er erklärte, "Das Tierreich würde wahrscheinlich aufhören zu existieren ohne Smegma." (27

Studien haben gezeigt, dass man keine Seife auf der Eichel oder dem inneren Vorhautblatt anwenden soll.(28) Das gewaltsame Zurückziehen und Waschen der kindlichen Vorhaut, zerstört die nützliche bakterielle Flora, welche den Penis vor schädlichen Keimen schützt, und kann zu Irritationen und Infektionen führen. Die beste Pflege für den Penis des Kindes ist  ihn in Ruhe zu lassen. Nach der Pubertät, können Männer ihre Eichel und Vorhaut sanft mit warmem Wasser ohne Seife! abspülen, nach ihrem eigenen, selbstbestimmten Bedarf. 

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Wie Häufig ist die Beschneidung? 

Die Zirkumzision wird in Europa, Südamerika, und im nicht-muslimischen Teilen Afrikas selten ausgeführt. Tatsächlich sind nur 15% -25% der männlichen Bevölkerung beschnitten, die große Mehrheit davon ist muslimisch.(29) Die Rate der Neugeborenenbeschneidungen in den Bundesstaaten der Westküste der USA ist auf 34,2 % im Jahr 1994 gefallen.(30

Diese relativ geringe Rate mag für amerikanische Männer überraschend sein, die in der Ära geboren wurden als beinahe 90% der männlichen Säuglinge automatisch beschnitten wurden, mit oder ohne die Zustimmung der Eltern. 

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Wie schadet die Beschneidung?

Die medizinische Debatte über die "potentiellen gesundheitlichen Vorteile" der Beschneidung behandelt kaum ihre wirklichen Auswirkungen. 

Die Beschneidung entblößt

Abhängig von der Menge an Vorhaut, die abgeschnitten wird, beraubt die Zirkumzision dem Mann bis zu 80% seiner Penishaut. Anhängig von der Länge der Vorhaut, macht die Zirkumzision den Penis um bis zu 25% kürzer. Sorgfältige anatomische Studien haben belegt, dass durch die Zirkumzision mehr als 1 Meter an Venen, Arterien und Kapillaren, mehr als 70 m an Nerven, und mehr als 20000 Nervenenden verloren gehen.(31) Das Muskelgewebe, die Drüsen, die Schleimhäute und das epitheliale Gewebe der Vorhaut werden auch alle komplett zerstört. 

Die Beschneidung desensibilisiert

Die Beschneidung desensibilisiert den Penis radikal. Die Amputation der Vorhaut bedeutet, das reichhaltige Nerven-Netzwerk und alle Nervenrezeptoren in der Vorhaut abgeschnitten werden und für immer verloren gehen. Die Beschneidung beschädigt oder zerstört fast immer auch das Frenulum. Zusätzlich zum Verlust der Nervenenden, desensibilisiert der Verlust der Vorhaut auch die Eichel.  Da die Haut der nun permanent freiliegenden Eichel nun ständiger Reibung und Reizungen ausgesetzt ist, keratinisiert (verhornt) sie und wird dadurch hart und trocken. Die Nervenenden in der Eichel, welche sich beim intakten Penis gerade unter der Schleimhaut des inneren Vorhautblattes befinden, werden nun unter aufeinanderfolgenden Hornhautschichten "begraben". Die entblößte Eichel nimmt eine matte, gräuliche, lederhautartige Erscheinung an. 

Beschneidung behindert die sexuelle Funktion:

Die Amputation von zu viel Penishaut macht die verbleibende Haut permanent bewegungsunfähig, und hindert sie daran frei über den Schaft und die Eichel zu gleiten. Dieser Verlust an Beweglichkeit zerstört den Mechanismus, durch den die Eichel normalerweise stimuliert wird. Wenn der beschnittene Penis erigiert, wird die restliche unbewegliche Haut gedehnt, manchmal so straff, dass nicht genug Haut übrig ist um den Schaft zu bedecken. Behaarte Haut vom der Leistengegend oder dem Hodensack wird so oft den Schaft heraufgezogen, wo normalerweise keine Haare zu finden sind. Die chirurgisch entblößte Schleimhaut der Eichel hat keine schützenden Talgdrüsen. Ohne den Schutz der Vorhaut und der Emollientia [natürliche Fechtigkeitsmittel] trocknet die Eichel aus und wird anfällig für Risse und Blutungen. 

Beschneidung entstellt:

Die Beschneidung ändert die Erscheinung des Penis auf drastische Weise. Sie entblößt permanent die Eichel des Penis, die normalerweise ein inneres Organ ist. Die Zirkumzision hinterlässt eine große zirkumferenzielle Narbe auf dem Penisschaft. Da die Beschneidung, besonders bei Kindern, es nötig macht die Vorhaut von der Eichel wegzureißen, können Teile der Eichel mit abgerissen werden wodurch diese dann am Ende schartig und narbig wird. Andererseits können Fetzten der Vorhaut an der wunden Eichel anhaften, so dass Fetzen [Siehe Bilder: "skin-tags"] oder Hautbrücken [Siehe Bilder: "skin bridges"] aus baumelnder, verschobener Haut entstehen können.(32

Abhängig davon, wieviel Haut abgeschnitten wird und wie sich die Narbe formt, kann der beschnittene Penis permanent verdreht sein, oder sich bei der Erektion biegen oder krümmen.(33) [Siehe Bild] Die Kontraktion durch das Narbengewebe kann den Penisschaft in den unteren Bauchraum ziehen. Dadurch wird der Penis faktisch verkürzt oder völlig im Bauchraum begraben.(34) [Siehe Bild: "buried penis"]

Beschneidung unterbricht die Blutzirkulation:

Die Zirkumzision unterbricht die normale Blutzirkulation durch das  Penishautsystem und der Eichel. Das Blut, das  in die Hauptarterien des Penis fließt, wird von dem Narbengewebe entlang der Einschnittstelle behindert, so dass die arteriellen Verästelungen und das Kapillarnetzwerk jenseits der Narbe nicht mehr versorgt werden, sondern sich ein Rückfluss bildet. So mit Blut unterversorgt, kann sich die Harnröhrenöffnung zusammenziehen und vernarben, was den Urinfluss verhindert.(35) Diese Komplikation wird Meatusstenose genannt, und bedarf fast immer einer erneuten, korrektiven Operation. Meatusstenose wird beinahe ausschließlich bei Jungen gefunden, die beschnitten wurden.(34) Die Beschneidung trennt darüber hinaus die Lymphgefäße auf, unterbricht die Lymphzirkulation und verursacht manchmal ein Lymphödem, eine äußerst schmerzhafte, entstellende Krankheit, bei der die verbleibende Penishaut sich mit eingeschlossener Lymphflüssigkeit auffüllt und anschwillt. 

Beschneidung schadet der Hirnentwicklung: 

Die Zirkumzision beeinflusst die Entwicklung des Gehirns. Jüngste Studien, die in führenden medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden,  belegen, dass die Zirkumzision schädliche Langzeitauswirkungen auf die  Gehirnentwicklung hat (36), und die Wahrnehmungszentren des Gehirns verändert. Beschnittene Jungen haben eine geringere Schmerzhemmschwelle als Mädchen oder unbeschnittene Jungen.(37) Der Neuropsychologe Dr. James Prescott legt nahe, dass die Zirkumzision darüberhinaus ein noch weit tiefergehende und verstörenderes Ausmaß an neurologischem Schaden verursacht.(3839)

Beschneidung ist unhygienisch und ungesund:

Die Zirkumzision ist unhygienisch und gesundheitsschädlich: Einer der am weitesten verbreiteten Irrtümer ist, dass die Beschneidung den Penis sauberer mache oder die Intimpflege vereinfache. Diese Behauptungen wurden widerlegt. Die künstlich entblößte Eichel und Harnröhrenöffnung des beschnittenen Penis sind ständig Hautabrieb und Schmutz ausgesetzt, was den beschnittenen Penis unsauberer werden lässt. Der Verlust der schützenden Vorhaut macht den Harntrakt gegenüber eindringenden bakteriellen und viralen Krankheitserregern empfindlich. 

Die Zirkumzisionswunde ist größer als allgemein angenommen wird. Sie besteht nicht nur aus der kreisförmigen Verbindungsstelle zwischen dem inneren und äußeren Vorhautblatt. Bevor ein Kind beschnitten wird, muss seine Vorhaut von der Eichel gerissen werden, wobei dem Kind wortwörtlich bei lebendigem Leib die Eichel gehäutet wird. Dies verursacht eine große offene Stelle aus wundem, blutenden Fleisch, welches bestenfalls noch mit einem unterentwickelten Schleimhäutchen bedeckt ist [Siehe Bild]. Schädliche Keime können so einfach durch die wunde Eichel, oder noch einfacher durch die Einschnittsstelle selbst, in das geschädigte Gewebe und damit den Blutkreislauf eindringen. 

Selbst nach der Abheilung der Wunde sind die entblößte Eichel und die Harnröhrenöffnung dem ständigen widernatürlichen Kontakt mit Urin, Fäkalien, chemisch behandelten Windeln, und anderen Schad- und Schmutzstoffen ausgesetzt. 

Weibliche Partner von beschnittenen Männern weisen keine niedrigere Rate an Gebärmutterhalskrebs auf.(41) Klinischen Studien belegen, dass die Peniskrebsrate in den USA signifikant höher ist als in Dänemark oder Norwegen, wo die Beschneidung, mit Ausnahme der Immigranten aus dem Mittleren Osten, sehr selten ist.(42) Tatsächlich legen die Daten die Vermutung nahe, dass die Beschneidung die Rate dieser Krankheiten eher erhöht. 

Die Beschneidung verhindert auch keinesfalls weder die Ansteckung noch die Übertragung sexuell übertragbaren Krankheiten. Die USA hat sowohl den größten Prozentsatz an sexuell aktiven beschnittenen Männern in der westlichen Welt wie auch die höchsten Raten sämtlicher sexuell übertragbaren Krankheiten, einschließlich AIDS. Rigoros kontrollierte prospektive Studien belegen, dass beschnittene amerikanische Männer ein höheres Risiko für bakterielle und virale Geschlechtskrankheiten haben, insbesondere für Tripper (43), Urethritis (44), den humanen Papillomavirus (HPV) (45), Herpes-Simplex-Virus (HSV) (46) und Chlamydien-Infektionen.(47)

Beschneidung ist immer risikoreich:

Die Zirkumzision ist immer risikoreich. Die Zirkumzision bringt immer das Risiko von schweren, sogar tragischen Konsequenzen mit sich. Ihre chirurgische Komplikationsrate beträgt 1 in 500 Fällen.(48) Diese Komplikationen beinhalten unkontrollierbare Blutungen und tödliche Infektionen.(49) Es gibt viele veröffentliche Fallberichte von Wundbrand infolge von Beschneidungen (50), Krankheitserregende Bakterien wie Staphylokokken, Proteus, Pseudomonas, coliforme Bakterien, und sogar Tuberkulose, können Infektionen verursachen, die zum Tod führen können. (5152) Diese Organismen dringen in die Beschneidungswunde nur deshalb ein, weil diese ihnen ein leichtes Eindringen ermöglicht, und nicht etwa weil das Kind besonders Infektionsanfällig wäre. 

Medizinische Fachzeitschriften haben zahlreiche Berichte veröffentlicht, von Säuglingen, denen die Eichel ganz oder teilweise abgeschnitten wurde, während sie beschnitten wurden. (535455)

Anderen unbetäubten Babys wurde bei vollem Bewusstsein durch einen Elektrokauter der Penis weggebrannt. (565758)

In der September-Ausgabe des Journal of Urology 1989 wurde über 4 solcher Fälle berichtet.(59) Der Artikel beschrieb die Geschlechtsumwandlungsoperation als "feminisierende Genitoplasty", die an diesen Babys durchgeführt wurde um sie zu "Mädchen" umzuoperieren. Das "Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine" vom März 1997 beschrieb das Entsetzten die eine junge Person überkam, als sie erfahren musste, dass "sie" als Junge geboren wurde, aber ein Beschneider seinen Penis im Säuglingsalter während einer [aufgrund einer fehldiagostizierten Phimose durchgeführten] Beschneidung weggebrannt hatte.(60) [Später wurde die Identität dieser Person bekanntBruce Reimer. Er beging letzendlich Selbstmord. Anm. d. Red.] Viele ähnliche Fälle sind dokumentiert. (6162)

Die Beschneidung hat eine Todesrate von 1 aus 50000. (6364)

Beschneidung schadet den Müttern:

Wissenschaftliche Studien haben wieder und wieder gezeigt, dass die Beschneidung die Verhaltensentwicklung des Kindes stört. Studien, die an der Medizinischen Fakultät der Universität von Colorado durchgeführt wurden, zeigen, dass die Beschneidung zu einer langen, unruhigen Schlafphase ohne REM (Rapid-Eye-Movement) führt.(65) Als Folge der lang-anhaltenden Reizung der Nervenbahnen durch den extremen Schmerz, zogen sich die beschnittenen Babys in eine Art Halbkomma zurück, das Tage, manchmal sogar Wochen, andauerte. 

Zahlreiche andere Studien haben bewiesen, dass die Beschneidung während dem kritischen Zeitraum nach der Geburt die Mutter-Kind Bindung stört. Die Forschungssberichte haben auch gezeigt, dass die Beschneidung den Fütterungsrhythmus stört. In einer Studie an der Medizinischen Fakultät der Universität von Washington, säugten die meisten Babys nicht richtig, nachdem sie beschnitten wurden, diejenigen wenigen, die es doch taten, blickten ihren Müttern nicht in die Augen.(66)

Die Beschneidung verletzt Patienten- und Menschenrechte:

Niemand hat das Recht einer anderen Person einen Teil seiner Genitalien abzuschneiden, schon gar nicht einem Kind. Da es der Junge ist, der die Konsequenzen tragen muss, verletzt die Beschneidung seine rechtmäßigen Rechte die Behandlung zu verweigern oder alternative Behandlungen zu verlangen. 1995 erklärte das Bioethische Komitee der American Academy of Pediatrics, dass einzig der geschäftsfähige Patient nach entsprechender Aufklärung seine Zustimmung erteilen kann.(67) Daher muss ein Kind vor jenen, die aus seiner Wehrlosigkeit Vorteile ziehen wollen, geschützt werden. Das informierte Einverständnis der Eltern erlaubt nur in Fällen von eindeutiger und sofortiger Notwendigkeit –wie Krankheit, Trauma oder Missbildungen – medizinische Eingriffe. Der menschliche Penis erfüllt in seinem normalen, unbeschnittenen Zustand keiner dieser Bedingungen.  

Ärzte müssen sich weigern Beschneidungen auszuführen. Sie müssen auch die Eltern aufklären, die aufgrund von Unwissenheit oder Irreführung diesen Eingriff für ihre Söhne wünschen. Der Gesundheitsdienstleistende ist verpflichtet, die Interessen des Kindes zu wahren. Es ist unethisch –und zwar aufs Äußerste– einem Kind eine Amputation aufzuzwingen, für die es sich sicherlichniemals selbst entschieden hätte. 

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Gesunder Menschenverstand

Intakt zu sein, so wie die Natur es vorgesehen hat, ist das Beste. Die große Mehrheit der Männer, denen man die Wahl lässt, schätzen ihre Unversehrtheit und behalten ihre Vorhaut, aus dem gleichen Grund, aus dem sie ihre anderen Sinnenorgane behalten. Eltern in Europa und im nicht-muslimischen Teil Asiens haben Ihre Jungen nie dazu gezwungen beschnitten zu sein. Es würde ihnen nicht eher in den Sinn kommen ihren Jungen einen Teil ihres Penis abzuschneiden als einen Teil ihrer Ohren. 

Das Kind hat ein normales und natürliches Recht darauf, seine Genitalien unverstümmelt behalten zu dürfen. Es ist im besten Sinne des Wortes bewahrend. 

Ein beschnittener Vater der gemischte Fühle über seinen intakten Sohn hat, braucht vielleicht sanfte und verständnisvolle psychologische Beratung, um ihm zu helfen über seinen Verlust hinwegzukommen und seine Ängste bezüglich normaler männlichen Genitalien zu überwinden. In solchen Fällen sollte die Mutter standfest ihr Kind beschützen, und ihren Mann dazu auffordern diese Beschützerrolle mit ihr gemeinsam wahrzunehmen und ihm helfen seine negativen Gefühle zu überweinden. Die meisten Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Weise Eltern hören auf ihr Herz und vertrauen auf ihren Instinkt ihr Kind vor Schaden zu schützen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Babys am besten in einer vertraulichen Atmosphäre, die von Liebe, Sanftheit, Respekt, Akzeptanz, und Vertraulichkeit geprägt ist, gedeihen. Einem Kind die Vorhaut abzuschneiden zerstört dieses Vertrauen. 

Die Beschneidung verletzt und schädigt das Kind und die Person, zu dem es heranwachsen wird. Eltern, die die körperliche Unversehrtheit ihres Sohnes achten, wahren sein Grundrecht, seinen Körper perfekt und schön in seiner Ganzheit zu erhalten. 

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Für Weitere Informationen

Organizationen [USA]

Doctors Opposing Circumcision (DOC), 2442 N.W. Market Street, Suite 42 Seattle, WA 98107 206-368-8358 http://www.doctorsopposingcircumcision.org/
The National Organization of Circumcision Information Resource Centers (NOCIRC), PO Box 2512 San Anselmo, CA 94979-2512 415-488-9883 www.nocirc.org
The National Organization to Halt the Abuse and Routine Mutilation of Males (NOHARMM), PO Box 460795 San Francisco, CA 94146-0795 415-826-9351 www.noharmm.org
Nurses for the Rights of the Child, 369 Montezuma, Suite 354 Santa Fe, NM 87501 505-989-7377 http://nurses.cirp.org/ 

Bücher [auf Englisch]

Erhältlich bei Büchhändlern, von den Verlägen, oder bei NOCIRC.

Bigelow, Jim, PhD. The Joy of Uncircumcising! Exploring Circumcision: History, Myths, Psychology, Restoration, Sexual Pleasure and Human Rights. 2nd ed. Aptos, CA: Hourglass, 1995.
Denniston, George C., MD, MPH, and Marilyn Fayre Milos, RN, eds. Sexual Mutilations: A Human Tragedy. (Proceedings of the Fourth International Symposium on Sexual Mutilations, Lausanne, Switzerland, 1996). New York: Plenum Press, 1997.
Goldman, Ronald, PhD. Circumcision: The Hidden Trauma: How an American Cultural Practice Affects Infants and Ultimately Us All. Boston: Vanguard Publications, 1997.
Goldman, Ronald, PhD. Questioning Circumcision: A Jewish Perspective. 2nd ed. Boston: Vanguard Publications, 1997.
O'Mara, Peggy, ed. Circumcision: The Rest of the Story-A Selection of Articles, Letters, and Resources 1979- 1993. Santa Fe, NM: Mothering, 1993.
Ritter, Thomas J., MD, and George C. Denniston, MD. Say No to Circumcision! 40 Compelling Reasons Why You Should Respect His Birthright and Keep Your Son Whole, 2nd ed. Aptos, CA: Hourglass, 1996.

Video

Whose Body, Whose Rights? ["Wessen Körper, Wessen Rechte?"] Der Film untersucht die Ethik- und Menschenrechtsfrage der Beschneidung von Jungen. Preisgekrönter Dokumentarfilm. 56 min. VHS. zum persönlichen Gebrauch: VideoFinders, 1-800-343-4727

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Einzelnachweise

  1. T. J. Ritter and G. C. Denniston, Say No to Circumcision: 40 Compelling Reasons, 2nd ed. (Aptos, CA: Hourglass, 1996),6-20. 
  2. "Incipit Libellus De Ecclesiasticis Disciplinis et Religione Christiana Collectus. Liber II.XC, XCI" in Patrologiæ Cursus Completus , vol. 132 (Paris: Apud Garnier Fratres, Editores et J. P. Migne Successores, 1880), 301-302.
  3. S. Grayzel, The Church and the Jews in the XIIth Century, vol. 2, ed. K. R. Stow (Detroit, MI: Wayne State University Press, 1989), 246-247. 
  4. See Note 10, 17-40. 
  5. M. F. Campbell, "The Male Genital Tract and the Female Urethra," in Urology, eds. M. F. Campbell and J. H. Harrison, vol. 2, 3rd ed. (Philadelphia: W. B. Saunders, 1970), 1836. 
  6. See photographic series: J. A. Erickson, "Three Zones of Penile Skin." In M. M. Lander, "The Human Prepuce," in G. C. Denniston and M. F. Milos, eds.Sexual Mutilations: A Human Tragedy (New York: Plenum Press, 1997), 79-81.
  7. M. Davenport, "Problems with the Penis and Prepuce: Natural History of the Foreskin" (photograph 1), British Medical Journal 312 (1996): 299-301.
  8. J. Øster, "Further Fate of the Foreskin," Archives of Disease in Childhood 43 (1968): 200-203.
  9. H. L. Tan, "Foreskin Fallacies and Phimosis," Annals of the Academy of Medicine, Singapore 14 (1985): 626-630.
  10. F. A. Hodges, "Short History of the Institutionalization of Involuntary Sexual Mutilation in the United States," in G. C. Denniston and M. F. Milos, eds.Sexual Mutilations: A Human Tragedy (New York: Plenum Press, 1997), 35.
  11. A. B. Hyman and M. H. Brownstein, "Tyson's 'Glands': Ectopic Sebaceous Glands and Papillomatosis Penis," Archives of Dermatology 99 (1969): 31-37.
  12. A. Ahmed and A. W. Jones, "Apocrine Cystadenoma: A Report of Two Cases Occurring on the Prepuce," British Journal of Dermatology 81 (1969): 899-901.
  13. G. N. Weiss et al., "The Distribution and Density of Langerhans Cells in the Human Prepuce: Site of a Diminished Immune Response?" Israel Journal of Medical Sciences 29 (1993): 42-43. 
  14. P. J. Flower et al., "An Immunopathologic Study of the Bovine Prepuce," Veterinary Pathology 20 (1983):189-202.
  15. Z. Halata and B. L. Munger, "The Neuroanatomical Basis for the Protopathic Sensibility of the Human Glans Penis," Brain Research 371 (1986): 205-230.
  16. J. R. Taylor et al., "The Prepuce: Specialized Mucosa of the Penis and Its Loss to Circumcision," British Journal of Urology 77 (1996): 291-295.
  17. H. C. Bazett et al., "Depth, Distribution and Probable Identification in the Prepuce of Sensory End-Organs Concerned in Sensations of Temperature and Touch; Thermometric Conductivity," Archives of Neurology and Psychiatry 27 (1932): 489-517.
  18. D. Ohmori, "Über die Entwicklung der Innervation der Genitalapparate als Peripheren Aufnahmeapparat der Genitalen Reflexe," Zeitschrift für Anatomie und Entwicklungsgeschichte 70 (1924): 347-410.
  19. A. De Girolamo and A. Cecio, "Contributo alla Conoscenza dell'innervazione Sensitiva del Prepuzio Nell'uomo," Bollettino della Societá Italiana de Biologia Sperimentale 44 (1968): 1521-1522.
  20. A. S. Dogiel, "Die Nervenendigungen in der Haut der äusseren Genitalorgane des Menschen," Archiv für Mikroskopische Anatomie 41 (1893): 585-612.
  21. A. Bourlond and R. K. Winkelmann, "L'innervation du Prépuce chez le Nouveau-né," Archives Belges de Dermatologie et de Syphiligraphie 21 (1965): 139-153.
  22. R. K. Winkelmann, "The Erogenous Zones: Their Nerve Supply and Its Significance," Proceedings of the Staff Meetings of the Mayo Clinic 34 (1959): 39-47.
  23. R. K. Winkelmann, "The Cutaneous Innervation of Human Newborn Prepuce," Journal of Investigative Dermatology 26 (1956): 53-67.
  24. R. Hausmann et al., "The Forensic Value of the Immunohistochemical Detection of Oestrogen Receptors in Vaginal Epithelium," International Journal of Legal Medicine 109 (1996): 10-30.
  25. Siehe Einzenachweis 12. 
  26. American Academy of Pediatrics, Newborns: Care of the Uncircumcised Penis: Guidelines for Parents (Elk Grove Village, IL: American Academy of Pediatrics, 1994).
  27. Siehe Einzelnachweis 1. 
  28. Siehe Einzelnachweis 1. 
  29. S. A. Aldeeb Abu-Sahlieh, "Jehovah, His Cousin Allah, and Sexual Mutilations," In: Sexual Mutilations: A Human Tragedy, eds. G. C. Denniston and M. F. Milos (New York: Plenum Press, 1997), 41-62.
  30. National Center for Health Statistics of the United States Department of Health and Human Services, 1994.
  31. Siehe Einzelnachweis 17. 
  32. G. T. Klauber and J. Boyle, "Preputial Skin-Bridging: Complication of Circumcision," Urology 3 (1974): 722-723.
  33. J. P. Gearhart, "Complications of Pediatric Circumcision," in Urologic Complications, Medical and Surgical, Adult and Pediatric, ed. F. F. Marshall (Chicago: Year Book Medical Publishers, 1986), 387-396. 
  34. R. D. Talarico and J. E. Jasaitis, "Concealed Penis: A Complication of Neonatal Circumcision," Journal of Urology 110 (1973): 732-733.
  35. R. Persad et al., "Clinical Presentation and Pathophysiology of Meatal Stenosis Following Circumcision," British Journal of Urology 75 (1995): 90-91.
  36. A. Taddio et al., "Effect of Neonatal Circumcision on Pain Responses during Vaccination in Boys," Lancet 345 (1995): 291-292.
  37. A. Taddio et al., "Effect of Neonatal Circumcision on Pain Response during Subsequent Routine Vaccination," Lancet 349 (1997): 599-603.
  38. J. W. Prescott, "Genital Pain vs. Genital Pleasure: Why the One and Not the Other?Truth Seeker 1 (1989): 14-21. 
  39. R. Goldman, Circumcision: The Hidden Trauma (Boston: Vanguard Publications, (1997), 139-175.
  40. M. Terris et al., "Relation of Circumcision to Cancer of the Cervix," American Journal of Obstetrics and Gynecology 117 (1973): 1056-1065.
  41. C. J. Cold et al., "Carcinoma in Situ of the Penis in a 76-Year-Old Circumcised Man," Journal of Family Practice 44 (1997): 407-410.
  42. M. Frisch et al., "Falling Incidence of Penis Cancer in an Uncircumcised Population (Denmark 1943-90)," British Medical Journal 311 (1995): 1471.
  43. B. Donovan et al., "Male Circumcision and Common Sexually Transmissible Diseases in a Developed Nation Setting," Genitourinary Medicine 70 (1994): 317-320.
  44. G. L. Smith et al., "Circumcision as a Risk Factor for Urethritis in Racial Groups," American Journal of Public Health 77 (1987): 452-454.
  45. L. S. Cook et al., "Clinical Presentation of Genital Warts among Circumcised and Uncircumcised Heterosexual Men Attending an Urban STD Clinic," Genitourinary Medicine 69 (1993): 262-264.
  46. I. Bassett et al., "Herpes Simplex Virus Type 2 Infection of Heterosexual Men Attending a Sexual Health Centre," Medical Journal of Australia 160 (1994): 697-700.
  47. E. O. Laumann et al., "Circumcision in the United States: Prevalence, Prophylactic Effects, and Sexual Practice," Journal of the American Medical Association 277 (1997): 1052-1057.
  48. W. F. Gee and J. S. Ansell, "Neonatal Circumcision: A Ten-Year Overview: With Comparison of the Gomco Clamp and the Plastibell Device," Pediatrics 58 (1976): 824-827.
  49. G. W. Kaplan, "Complications of Circumcision," Urologic Clinics of North America 10 (1983): 543-549.
  50. S. J. Sussman et al., "Fournier's Syndrome: Report of Three Cases and Review of the Literature," American Journal of Diseases of Children 132 (1978): 1189-1191.
  51. B. V. Kirkpatrick and D. V. Eitzman, "Neonatal Septicemia after Circumcision," Clinical Pediatrics 13 (1974): 767-768.
  52. J. M. Scurlock and P. J. Pemberton, "Neonatal Meningitis and Circumcision," Medical Journal of Australia 1 (1977): 332-334.
  53. G. R. Gluckman et al., "Newborn Penile Glans Amputation during Circumcision and Successful Reattachment," Journal of Urology 153 (1995): 778-779.
  54. B. S. Strimling, "Partial Amputation of Glans Penis during Mogen Clamp Circumcision," Pediatrics 87 (1996): 906-907.
  55. J. Sherman et al., "Circumcision: Successful Glandular Reconstruction and Survival Following Traumatic Amputation," Journal of Urology 156 (1996): 842-844.
  56. J. R. Sharpe and R. P. Finney, "Electrocautery Circumcision," Urology 19 (1982): 228.
  57. C. K. Pearlman, "Caution Advised on Electrocautery Circumcisions," Urology 19 (1982): 453.
  58. C. K. Pearlman, "Reconstruction Following Iatrogenic Burn of the Penis," Journal of Pediatric Surgery 11 (1976):121-122.
  59. J. P. Gearhart and J. A. Rock, "Total Ablation of the Penis after Circumcision with Electrocautery: A Method of Management and Long-Term Followup," Journal of Urology 142 (1989):799-801.
  60. M. Diamond and H. K. Sigmundson, "Sex Reassignment at Birth: Long-Term Review and Clinical Implications," Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine 151 (1997): 298-304.
  61. J. Money, "Ablatio Penis: Normal Male Infant Sex-Reassigned as a Girl," Archives of Sexual Behavior 4 (1975): 65-71.
  62. D. A. Gilbert et al., "Phallic Construction in Prepubertal and Adolescent Boys," Journal of Urology 149 (1993): 1521-1526.
  63. R. S. Thompson, "Routine Circumcision in the Newborn: An Opposing View," Journal of Family Practice 31 (1990): 189-196.
  64. T. E. Wiswell, "Circumcision Circumspection," New England Journal of Medicine 336 (1997): 1244-1245.
  65. R. N. Emde et al., "Stress and Neonatal Sleep," Psychosomatic Medicine 33 (1971): 491-497.
  66. R. E. Marshall et al., "Circumcision: II. Effects upon Mother-Infant Interaction," Early Human Development 7 (1982): 367-374. 
  67. Committee on Bioethics, "Informed Consent, Parental Permission, and Assent in Pediatric Practice," Pediatrics

Zitierweise des englischsprachigen Originalartikels:

  • Fleiss, P. The case against circumcision. Mothering Magazine (Santa Fe). Winter 1997.