William H. Masters, MD, and Virginia E. Johnson
Human Sexual Response
Boston, Little, Brown and Co., 1966, Seite 190
William E. Krueger, mit 30 beschnitten
Winston-Salem, North Carolina
"Ein Kondom oder ein Handschuh zu tragen, ohne Farben zu sehen wäre eine gute Analogie…nur in Schwarz weiß sehen zu können ...und nicht in Farbe wäre wie einen Orgasmus mit Vorhaut zu erleben und ohne. Es gibt Empfindungen, die man einfach niemals haben kann, wenn man keine Vorhaut hat."
"Vor 8 Wochen wurde ich beschnitten... Um mich an die Entblößung meiner vormals bedeckten Eichel zu gewöhnen gebrauchte ich Nupercanial-Salbe eine Woche lang... dann lies ich meine Eichel trocknen und sich schälen (ziemlich Ähnlich, wie sich die Haut nach einem Sonnenbrand abschält); Am Ende der zweiten Woche war der Vorgang abgeschlossen und ungefähr 75% meiner Empfindlichkeit war weg, während meine Hand gegen meine Eichel zu streichen mich vor der Beschneidung die Wände hoch gehen lies, konnte ich sie jetzt problemlos reiben… Meine erste Ejakulation war ein völlig neues Gefühl; die Eichel fühlte sich nackt danach an, sie tropfte vor Blut und war gegenüber der kalten Luft empfindlich… sie sehnte sich geradezu nach dem Schutz einer warmen Hülle, was nie wieder möglich sein würde. Letztendlich habe ich ungefähr 90% weniger Empfindlichkeit als zuvor. So verblüffend wie es sich für die meisten beschnittenen Kerle auch anhören mag, es ist die vollkommene Wahrheit … und es sollte ihnen eine Vorstellung geben von der Intensität der Empfindungen, die sie niemals kannten. Ich verspürte früher großes Vergnügen darin mich selbst anzufassen, oder zu masturbieren, selbst während dem Sex… Dieses Vergnügen gibt es nicht mehr.
Weil ich so viel an körperlicher Empfindsamkeit verloren habe, bin ich heute sehr stark auf mentale Stimulation angewiesen ... Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten oder Gerätschaften, die mir größere mentale oder körperliche Stimulation ermöglichen--einfach nur um die Empfindungen zu spüren, die ich vorher allein mit Handbewegungen erreichte …Jetzt ist ein Orgasmus schon eine Leistung, und wenn ich nicht sehr erregt bin und dennoch einen bekommen möchte, ist es eine bloße Schufterei. Weil so viel an Gefühl weg ist, suche ich nach intensiverer Stimulation... obwohl meine Eichel allgemein weniger empfindlich ist, ist sie etwas empfindlicher gegenüber Kratzbewegungen usw. weil sie keine schützende Hülle mehr hat und weil sie weniger empfindlich ist, bedarf es größeren Drucks um einen Orgasmus zu erreichen. Was Analsex anbelangt, so war ich voher kein großer Anhänger davon… Jetzt möchte ich ihn ständig; Das ist auf eine gewisse Art diese Sehnsucht nach der schützenden Hülle, die ich verloren habe-, zusammen mit ihrer Feuchtigkeit und Wärme. Jene, die als Säuglinge beschnitten wurden, haben keine Vorstellung davon, was für lustvolle Empfindungen von anfang an zerstört wurden."
"Ich experimentierte mit Klebeband und hielt so die Vorhaut dauerhaft zurück… aber die Reibung an meinem Penis war schmerzhaft und am Ende des Tageskonnte ich mir nicht vorstellen wie jemand beschnitten sein und diesen Schmerz aushalten konnte… Nach meiner Beschneidung durchlebte ich dieselbe Irritation; es dauerte zwei Wochen lang und dann eines Tages wachte ich auf und mein Penis fühlte nichts--alle Nervenenden waren über Nacht abgestorben."
"Meine frisch kahle Eichel [nach der Operation] wurde mit Bandagen vor Irritationen geschützt. Langsam verlor der Bereich an Sensitivität und während dies geschah, begriff ich, dass ich etwas äußerst wichtiges verloren hatte. Stimuli, die mich früher in Ekstase versetzten, hatten jetzt eine relativ geringe Wirkung…Die extreme Empfindlichkeit kam nie mehr zurück . Etwas für einen sinnlichen Hedonisten sehr wertvolles war für immer verloren… Meine Erfahrung ist... dass die Beschneidung einen sehr lustbringenden Aspekt der menschlichen Erfahrung sowohl für Männer als auch für Frauen zerstört."
"Der größte Nachteil der Beschneidung meiner Ansicht nach, ist der schreckliche Verlust an Sensitivität und Funktion, wenn die Vorhaut entfernt wird… Ich wurde meiner Vorhaut beraubt, als ich 26 war. Ich hatte umfassende Erfahrungen in sexueller Hinsicht und ich war ziemlich glücklich (vor Freude außer mir, um ehrlich zu sein) über das Vergnügen, das ich verspüren konnte --beginnend mit dem Vorspiel und darüber hinaus--als intakter Mann. Nach meiner Beschneidung, war das Vergnügen vollkommen weg. Auf einer Skala von 10 beträgt das Vergnügen mit einem unbeschnittenen Penis mindestens 11 oder 12; mit dem beschnittenen Penis hat man Glück, wenn man eine 3 erreicht.
Wenn amerikanische Männer, die bei der Geburt beschnitten wurden, von ihrem Verlust an Vergnügen wüssten, würden sie die Krankenhäuser stürmen und nicht zulassen, dass ihre Sohne diesen unnötigen Verlust erleiden müssen. Aber wie könnten sie das wissen? Man muss als Erwachsener beschnitten worden sein, wie ich es wurde, um zu begreifen, was für ein schrecklicher Verlust an Vergnügen durch diese grausame Operation verursacht wird."
"Nach dreißig Jahren im natürlichen Zustand lies ich mich von einem Arzt dazu überreden mir meine Vorhaut entfernen zu lassen -- nicht wegen irgendwelcher Probleme zur damaligen Zeit, sondern weil -laut Ansicht des Arztes- es vielleicht Probleme in der Zukunft geben könnte. Das war vor vier Jahren, und heute bereue ich es getan zu haben von meinem Standpunkt aus und aufgrund dessen, was mir meine weiblichen Sexpartnerinnen berichtet haben... Die Sensitivität meiner Eichel hat sich um mindestens 50% verringert. Sie ist ungeschützt, und reibt fortwährend gegen den Stoff, ganz gleich, was ich auch anhabe. In gewissem Sinne stumpfte sie ab. Der Geschlechtsverkehr ist jetzt (wie wie früher über die älteren, dickeren Kondome sagten) wie Händewaschen mit Handschuhen… Es ist so, als ob ich jetzt einen relativ gefühllosen Stock habe, wo sich einst ein Sexualorgan befand."
"Ich lies mich im Alter von 28 Jahren beschneiden, hauptsächlich deshalb, weil ich gehöhrt hatte, es wäre so vieles sauberer …. Ich verbeiße mich in meinem Bedauern, dass ich mich beschneiden lies weil ich solch einen großen Verlust an sexuellem Vergnügen infolge der Beschneidung erlitten hatte. Ich stellte fest, dass der Verlust meiner Vorhaut die Austrocknung meiner Peniseichel und einen daraus entstandenen Empfindlichkeitsverlust verursachte… Aber der größte Faktor für den Verlust von sexuellem Vergnügen war, dass ich nicht länger eine Vorhaut hatte, die meine Eichel während des Geschlechtsverkehrs oder bei der Masturbation massierte. Ich habe keine Haut mehr, die sich vor und zurück eng über meine Eichel bewegt, was mir früher ein großes Vergnügen bereitete. Ich betrachte die Entscheidung mich beschneiden zu lassen, als den größten Fehler meines Lebens."
"Es gibt keine Worte, die beschreiben könnten, wie mächtig, wie ergreifend ein Penis mit einer Vorhaut ist und wie sich Welt darum dreht… Die Beschneidung eliminierte die Masturbation zwar nicht, aber sie nahm ihr ihr intensives Vergnügen, ihre extreme Lieblichkeit... meine Eichel war feucht wie das Innere meines Mundes- 25 Jahre lang. Ich wollte, jeder, der es nicht durchlebt hat, würde es erfahren… Die Beschneidung bedeutet… dass man seinen Penis kaputt, blutend und extrem schmerzhaft zurückbekommt, wobei seine empfindlichsten, sensitivsten Teile abgeschnitten wurden, und der Penis deshalb permanent geschwächt wurde und die Eichel letztendlich ausgetrocknet (ein Prozess, der über ein Jahr andauerte)… Vor der Beschneidung waren meine Erektionen immer extrem stark.. Jetzt sind die Erektionen schwächer und der Penis wird nicht mehr so unglaublich steif."
"Meine Frau kaute mir früher auf meiner Vorhaut herum. Das brachte mich um den Verstand. Nun glaube ich, sie könnte mir die Eichel abkauen und ich würde es nicht spüren."
"Ich lies mich selbst beschneiden als ich 21 war- der schlimmste fehler den ich jemals in meinem Leben machte."
"Einer der größten Fehler meines Lebens. Ich fühle mich auf jegliche Weise geschädigt. Das sexuelle Vergnügen hat sich mindestens um 70% verringert, sowohl was die Intensität als auch die Bandbreite an Empfindungen anbelangt… Die Berichte von Männern, die ein Leben mit einer Vorhaut erfahren und sie dann verloren haben, sind vielleicht das stärkste Argument überhaupt gegen die Beschneidung. Wenn ein erwachsener Mann zur Beschneidung verführt wird, ist das bedauerlich, aber einem nicht einwilligungsfähigen Säugling einen irreparablen Schaden zuzufügen, sodass er die körperlichen und psychologischen Narben sein gesamtes Leben mit sich herumtragen wird, ist tragisch--und ein Verbrechen."
Lasst euch bloß nie auf die Frage ein, "soll ich mich beschneiden lassen"! Wenn es [sich um] eine Phimose [handelt], dann wählt zuerst alle anderen [Behandlungs-]Arten ( Salbe, Dorsalschnitt, enge Stelle raus schneiden ), oder lebt mit der Phimose, wenn sie nicht allzu stark ist. [Es gibt Männer, die ihr ganzes Leben hindurch eine nicht-zurückziehbare Vorhaut (Phimose) haben und zufrieden damit sind] Die kleinen Risse und Problemchen beim Sex sind nicht zu dem wie es einem nach einer Beschneidung geht. Kleine Risse sind nämlich nichts zu dem Krater, der in der Seele entsteht.
Entweder ist man ein Mann oder ein Opfer. Kinder sollte man so etwas niemals antun. An alle Eltern seit hart bei der Entscheidung beim Urologen. Radikale Beschneidung ist sowieso die schlimmste Art und für die Urologen die einfachste. Sie sollen auch ihr Geld verdienen, aber nicht so. Es gibt vielleicht zwei Seiten im Netz, die es voll auf den Punkt bringen. Ich weiß nicht, ob ich sie erwähnen darf (wegen Werbung)
Ich bin ein solches Opfer und mir geht es schlecht. Habe gemerkt, dass die Vergangenheit Realität war. Ich hoffe, ich kann wenigstens einige davor bewahren diesen Schritt, der das restliche Leben für immer ändert, zu tun.
[...]Also ich verstehe Beschneidungsopfer sehr gut, denn mir geht es ähnlich. So gut wie Keine Lust mehr auf SB oder GV. Auch die Sache mit den Ärzten kann ich gut nachvollziehen, bei mir wars nämlich ähnlich.
Bevor ich zum Arzt ging, habe ich mich erstmal was über Phimose im Internet gelesen. Meistens war ich in Foren, wo behauptet wird, das alternative Methode so gut wie gar nicht helfen und die Beschneidung die logische Konsequenz auf eine Phimose ist. Konnte das alles nicht so ganz glauben und bin zum Arzt. Dieser wirkte am Anfang auch recht kompetent auf mich, er nahm sich viel Zeit, erklärte genau die Vorgehensweise, wie es dann später aussieht und auch welche Methoden es da so gibt.
Alternative Methoden kamen erst auf den Tisch, nachdem ich nachfragte. Seine Antwort darauf: Alternativen helfen bei Ihnen nicht mehr, ich schlage eine Radikalbeschneidung vor, sonst könnte es wieder Probleme geben.
OK, ich dachte dann so an meine Internet-Recherche und glaubte, dass das dann doch wohl seine Richtigkeit hat und ausserdem sagt das ja ein Fachmann. Ich bekam einen Bogen mit und musste die gewünschte Methode ankreuzen. Ich machte dann (eigentlich durch die Beeinflussung meines Arztes ein Kreuz bei Radikal).
Als ich dann ins Krankenhaus kam, war ich mir darüber unsicher und bat den Arzt unmittelbar vor der OP. Bitte nur eine Teilbeschneidung und nicht Radikal. Antwort Arzt: Ich seh mal, was ich machen kann?? Als ich aufwachte war ich radikal beschnitten. Der Arzt erklärte auf einmal, er hätte meinem Wunsch nicht nachkommen können, da dort eine Entzündung gewesen wäre, die man wegschneiden musste ???? Was soll dass denn, wozu gibts Antibiotika? Man schneidet doch auch keinen Finger hab, wen der mal entzündet ist.
Nunja, ich bin dann einfach so heimgeschickt worden mit einer Krankmeldung für 2 Tage. Der einzige Hinweis, den ich bekam war: Penis hochlegen. Kein Hinweis auf Verbinden, Kühlen oder oder oder. Nach 2 Tagen ging natürlich nix und ich hab mich dann von seinem Kollegen krankschreiben lassen. Der sagte zu mir: Wie kann der sie so nur an die Arbeit schicken wollen. 2 Wochen- da drunter geht nichts.
Tja und jetzt nach 8 Wochen ist meine Schwellung immer noch nicht vollständig zurückgegangen.
Fazit: Der Arzt wollte mich beschneiden und ich wollte beschnitten werden. Im Nachhinein ärgere ich mich so über meine Dummheit, aber jetzt ist's zu spät ...
Ich wurde erst nach der Pubertät im Alter von 23 Jahren beschnitten und kenne also das davor und danach Meine Beschneidung erfolgte wegen Phimose. Bei Erektion war kein Zurückziehen der Vorhaut möglich (Schmerzen beim Verkehr). Der konsultierte Urologe hatte sich sofort zur Beschneidung entschieden. Von Alternativbehandlung wusste ich nichts - möglicherweise wollte er auch davon nichts wissen - das wurde mit keinem einzigen Wort erörtert. Auch über den Stil der Beschneidung wurde kein Wort gesprochen. Ich hatte davon keine Ahnung. Ich wusste nicht einmal, was bei der Beschneidung vor sich geht. Der autoritäre Herr Doktor aus den 60iger Jahren sagte einfach, das muss sein und damit basta. Ich ging stillschweigend davon aus, dass natürlich alles so bliebe, wie es war, und nur die Enge operativ beseitigt wird. (Anmerkung: Heute als Triple Inzision bekannt) Nicht einmal im Traum hätte ich gedacht, dass es möglich ist, die Eichel vollkommen frei zu legen. Dass ich dann relativ "gnädig" beschnitten wurde, ist somit reines Glück. Der untere Teil der Vorhaut und das Frenulum blieben erhalten, die Eichel liegt aber -leider- vollkommen frei.
Diese Freilegung führt - wie man überall nachlesen kann - zu einer Desensibilisierung der Glans, die stetig Jahr für Jahr zunimmt. Die Eichelhaut wird dicker und robuster. Anfangs sieht man darin noch keinen Verlust, da die Übersensibilität eines jungen Mannes gebremst wird und so ein längeres Stehvermögen resultiert. Aber Achtung: Die Desensibilisierung schreitet unerbittlich fort, das heißt, man braucht einen immer stärkeren mechanischen Reiz um überhaupt zum Orgasmus zu kommen. Heute -mit über 60 Jahren- muss ich bekennen, dass ich bei normalem (vaginalen) sexuellen Verkehr mit meiner Partnerin nicht mehr zum Höhepunkt kommen kann: Der Glans Penis ist gefühllos gegenüber normaler sexueller Sensibilisierung - er reagiert etwa so, wie die Haut meiner Daumenkuppe. Um sexuelle Erregung zu erzeugen, ist extremer mechanischer Reiz erforderlich, der weder oral noch vaginal zu erreichen ist und eine normale Partnerschaft extrem belastet.
Das muss zwangläufig auch anderen beschnittenen Männern so gehen und ich vermute, dass keiner der Betroffenen das Thema im Alter gerne offenlegt. Auch heute noch ist sexuelle Disfunktion bei älteren Männern ein Tabuthema. Ich meine auch, dass jene Männer, die schon in frühen Lebensjahren vor der Pubertät beschnitten wurden (gerade Juden und Moslems), überhaupt kein Wissen über die wunderbare Feinfühligkeit der geschützten Eichel besitzen. Insofern empfinden sie keinen Verlust an Sensibilität, Manche geben fälschlicherweise auch ihrer älteren Frau die Schuld, die natürlich nach einigen Geburten "weiter" geworden ist. Andere werden vielleicht auf andere Praktiken ausweichen, wie z B. Analverkehr oder Verkehr mit sehr jungen Mädchen.
Man sieht, die Beschneidung hat Folgen, die sich nicht nur im Alter, sondern kontinuierlich mit zunehmendem Alter sehr einschneidend in der Partnerschaft manifestieren. An sich ist das logisch. Wenn man den Jungs die Vorhaut wegschneidet und damit die Eichel desensibilisiert mit dem Ziel, die Onanie zu erschweren, dann muss das natürlich noch viel mehr die Sensibilität bei vaginalem Verkehr einschränken! Es macht mich wütend, dass gerade Ärztinnen -wie ich zuletzt in einem Dialog mit Beschneidungskritikern gelesen habe - bestreiten, dass die Vorhautentfernung negative sexuelle Auswirkung besitze.
Ja richtig, diese Aussagen sind "nur anektdotenhaft" . Aber warum sind sie nur anekdotenhaft?