Krampfhaft wird in vielen Gesundheitseiten, in der Laien und Fachliteratur und diversen Klinikwebseiten fortwährend beteuert, dass die Beschneidung in sexueller Hinsicht keinerlei Nachteile habe. Diese Behauptung widerspricht dem gesundem Menschenverstand.
Beschneider wissen nur zu gut, welche Dämme brechen würden, würde sich die Mehrheit der unfreiwillig Beschnittenen der wahren Folgen bewusst.
Diese Studie beweist, dass die Vorhaut der empfindlichste Teil des Penis ist.
Beschneidung-Keine Negativfolgen für die Sexualität?!
Beispielsweise behauptete im Jahr 2000 auf netdoktor.de die Frauenärtzin "Britta Bürger" ohne auch nur die gerinsten Belege für die von ihr gemachten Behauptungen zu liefern:
"Die Beschneidung beeinträchtigt weder die Potenz noch die sexuelle Erregbarkeit. Nein, nein, manche Männer berichten im Gegenteil von intensiveren Orgasmen und größerer Ausdauer..."
Behaupten kann man alles. Und wenn es ums Geldverdienen geht, wird einfach behauptet, man könne zwar das empfindsamste Gewebe des Penis-die Vorhaut amputieren, es gäbe aber trotzdem keinen Empfindungsverlust.Wenn man das Gewebe mit der größten Anzahl und größten Vielfalt an Nervenenden des gesamten Penis entfernt, sind "intensivere Orgasmen" sicherlich das letzte, was man zu erwarten hat.
Eine kürzlich veröffentlichte Dänische Studie (Juni 2011) an über 5000 Männern und Frauen stellte das genaue Gegenteil fest. Beschnittene Männer leiden häufiger Orgasmus-Schwierigkeiten; Frauen mit beschnittenen Partnern leiden häufiger an einer Vielzahl sexueller Schwierigkeiten, vorallem Orgasmus-Schwierigkeiten, Schwierigkeiten bei der Penetration, schmerzhaften Geschlechtsverkehr und ein Gefühl der "unvollständigen Erfüllung sexueller Bedürfnisse."
Die Vorhaut ist einer der sensibelsten Bestandteile des Penis. Im Durchschnitt enthält sie über 73 m Nervenfasern und über 20000 spezialisierter Nervenenden. Die Vorhaut ist damit in etwa so sensibel wie die Lippen oder die Fingerspitzen. Für viele Männer spielt die Vorhaut aufgrund ihrer Erogenität eine bedeutende Rolle in ihrem Sexualleben. Auch eine Beschädigung oder Entfernung des Frenulums im Zuge der Beschneidung muss kritisch betrachtet werden. Das Frenulum ist-genauso wie die Vorhaut-empfindsamer als die Eichel selbst und kann auch bei einigen sexuellen Praktiken wie zum Beispiel Fellatio eine bedeutende Rolle spielen. Dies gilt freilich auch für den hochsensiblen vorderen Bereich der Vorhaut, das so genannte gefurchte Band. Das gefurchte Band befindet sich in jenem Berreich, in dem die äußere Haut in die innere Schleimhaut übergeht, der wie viele Schleimhautgrenzen eine hocherogene Zone ist. Das grefurchte Band ist so gelegen, dass es bei jedweder Beschneidung, ganz gleich ob es sich dabei um eine "teilweise" oder "radikale" Variante handelt, restlos entfernt wird.
Des Weiteren enthält die Vorhaut viele Blutgefäße, Muskelbündel und spezialisierte Zellen, die Teil des Immunsystems sind. Das heißt: Sie helfen, den Körper vor Krankheiten zu schützen.
Die vormals glatte, 2-3 Zellen dicke Eichelhaut trocknet aus und wird 4-16 Zellen dick.
Die Empfindlichkeit nimmt daher stark ab, was sich mit zunehmendem Alter weiter fortsetzt.
Bei einer radikalen Beschneidung wird auch das hochempfindliche Frenulum (Vorhautbändchen), der männliche G-Punkt, entfernt.
Die empfindlichste Stelle, die nach der Beschneidung zurückbleibt ist dann die Beschneidungsnarbe.
Einer koreanischen Studie zufolge haben Männer, nach ihrer Beschneidung im Erwachsenenalter, weniger Spaß beim Sex und bei der Selbstbefriedigung.
50 Prozent der befragten Männer gaben an, nach der Beschneidung weniger Spaß bei der Selbstbefriedigung zu haben. Knapp 33 Prozent machten die Angabe, dass die Masturbation danach schwieriger sei. Nur knapp zehn Prozent gaben an, dass sich die Lust am Sex und an der Selbstbefriedigung gesteigert habe.
Sexualität entsteht aber vor allem auch im Kopf. Daher ist es bei einem freiwillig Beschnittenen durchaus möglich, dass sich sein sexuelles Empfinden subjektiv nach der Beschneidung verbessert hat, einfach weil das neue Aussehen des Genitals seinen persönlichen sexuellen Vorstellungen besser entspricht.
Es tun sich jene Menschen im Leben am leichtesten, die sich mit unabänderlichen Dingen abfinden können, oder sogar versuchen Vorteile darin zu erblicken. Allerdings gibt es auch radikal beschnittene Frauen, welche behaupten, stolz und froh über ihren Zustand zu sein. Das sind vor allem die selbst beschnittenen Beschneiderinnen, die in ihrer Kultur hoch angesehen und für ihre Dienste gut bezahlt werden. Aber auch bei unseren beschneidungswütigen Medizinern ist die meist durchgeführte Operation an Knaben finanziell sehr profitabel. Allerdings sind jene meist selbst nicht beschnitten oder gar weiblichen Geschlechts.