Fragwürdige Studien

Einige der Beschneidungsstudien, die vorgeben, die Beschneidung übertrage einen gewissen Schutz gegen HIV-Infektionen, wurde durch die National Institutes of Health finanziert. Diese National Institutes of Health (NIH) sind eine US-amerikanische Organisation, nebenbei aus einem Land mit einer mittlerweile aufgrund von Aufklärungsarbeit nicht mehr ganz so rücksichtslosen routinemäßigen Beschneidung männlicher Neugeborener. Da aber in den USA die Säuglingsbeschneidung seit vielen Jahren ein regelrechter Wirtschaftszweig ist und damit viel Geld verdient wird (selbst wenn immer weniger Krankenversicherungen die Kosten dafür übernehmen), indem durch den Weiterverkauf der Vorhäute u.a. an die Kosmetikindustrie in Summe gesehen beträchtliche Einnahmen erzielt werden können, sind erhebliche Zweifel an der Unvoreingenommenheit dieser Studie berechtigt – aufgrund „kultureller“ und besonders wirtschaftlicher Interessen.

 

Unsere Stellungnahme

3. Kommentar der Redaktion

Bezeichnenderweise brach in New York in Homosexuellenkreisen mit einem Beschnittenenanteil von über 90% die erste AIDS-Epidemie aus.  Großangelegte Studien wurden von jahrzehntelang aktiven Beschneidungsbefürwortern in Afrika durchgeführt und erzielten die gewünschten Resultate. Abgewendet ist die Gefahr damit jedoch keineswegs. Die durch die Beschneidung geringere Empfindlichkeit der Eichel bremst im Gegenzug aber die Bereitschaft Kondome zu verwenden enorm, sodass sich die Gefahr der Ansteckung für Beschnittene stattdessen sogar wesentlich vergrößert.

Die Realität ist:
Trotz höchster Beschneidungsrate haben gerade die USA die höchste AIDS-Rate aller Industriestaaten.

 

Ist die Beschneidung ein probates Mittel zur Aids-Prävention?- Eine ausführliche Stellungnahme zu den Behauptungen der Studien.

1.Beschneidung und AIDS

Eine der großen Studien über die Beziehung zwischen Beschneidung und HIV ist die  Studie von Auvert et al.

Die Kritikpunkte und Fehler der Auvert-Studie gelten im gleichen Umfang für die bekannteren Kenia-AIDS-Doppelstudien von Gray et al. und Bailey et al.

2.Die Auvert-Beschneidungsstudie