Diskretion

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Thema ohne neue Antworten

Eingriff in die Selbstbestimmung?


Autor Nachricht
Verfasst am: 17. 06. 2010 [21:59]
admin
Themenersteller
Dabei seit: 14.06.2010
Beiträge: 13
Als Grund für die Beschneidung von Jungen wird oft angegeben, daß die Neigung zur Masturbation damit eingedämmt würde und daß ein beschnittener Junge dadurch "ruhiger" werde...
Verfasst am: 02. 09. 2010 [10:16]
annuntiator
Dabei seit: 21.06.2010
Beiträge: 1
Für mich ist jedwede Beschneidung ganz klar ein Eingriff in die sexuelle Selbstbestimmung.

Das beginnt bereits im Vorfeld mit der Suche nach "Fehlern" oder "Funktionsmängeln" der Vorhaut mittels oftmaliger Untersuchungen durch Eltern wie Ärzte/ Ärztinnen. Dann bekommt man als Knabe ständig gesagt, dass an dem eigenen Paradestück etwas angeblich nicht in Ordnung wäre und unbedingt etwas "gemacht" gehöre. Nicht sehr förderlich für das Selbstbewusstsein des jungen Menschen!

Überhaupt scheint der Begriff "Phimose" für manche Menschen ein wunderbar geeigneter Vorwand zu sein, möglichst oft an Knabenpenissen manipulieren zu können. Vielleicht ist das sogar ein Grund Medizin zu studieren und dann vielleicht Urologie oder Pädiatrie (=Kinderheilkunde) zu vertiefen. Bei allen sexuellen Missbrauchsdebatten fällt mir nämlich auf, dass die gesamte Medizin als riesiges Tabu völlig ausgeklammert wird. Täterinnen und Täter aus diesem Bereich können anscheinend tun und lassen was sie wollen, soferne sie einen medizinischen "Grund" für Manipulationen an den Genitalien konstruieren können. Eine leichte Sache, wenn man ein paar urologische medizinische Bücher durchgeblättert hat. Welcher junge Patient, aber auch welche unbedarften Eltern können schon den Wahrheitsgehalt der "Diagnose" selbst überprüfen? (Interessanterweise werden ja Mädchen und Frauen vor übereifrigen schwarzen Schafen als Untersucher gewarnt. Buben, die wahrscheinlich noch weit öfter die Opfer sind, wurden von den Verfasserinnen und Verfassern völlig übergangen. Mitgefühl und Wertschätzung scheint also nicht für beide Geschlechter zu gelten.)

Das für mich Schlimmste ist: Während herkömmliche Missbraucherinnen und Missbraucher sich am Körper des jungen Mannes "bedienen", gegen oder mit dessen Einverständnis, und dabei grundsätzlich einer Strafverfolgung unterliegen, so können im Gegensatz dazu die schlimmsten Missbraucherinnen und Missbraucher im medizinischen Schafspelz den Knaben ihr Genital nicht nur missbrauchen, sondern für deren ganzes Leben VERSTÜMMELN!!! Und das beinahe immer VÖLLIG STRAFLOS. Das Opfer muss sich dafür schämen, mit dem reduzierten Genital nicht einverstanden zu sein! Professionelle Verstümmlerinnen und Verstümmler werden von Ärztekammer und Justiz gedeckt. Den Opfern werden Steine in den Weg gelegt, damit diese möglichst nicht zu ihrem Recht und ihrer Anerkennung als Opfer kommen.

Wenn ich das hier schreibe, dann denke ich in erster Linie daran, weiteres Leid für Buben in der Gegenwart und Zukunft zu verhindern. Mädchen sind in Österreich ja bekanntlich durch das Genitalverstümmelungsgesetz ohnehin geschützt, aus welchem ein menschenverachtender Kommentar die Buben einfach ausnimmt.

Bei mir persönlich hatte die Beschneidung mit 9 einhalb Jahren den Effekt, dass ich zwar durch die Dauerreize, ausgelöst von reibender Unterwäsche an der zunächst noch sehr empfindlichen Eichel, gleich einige Wochen danach, nach dem Nachlassen der Schmerzen, mit Masturbierversuchen begonnen habe. So oft und so genussvoll wie meine Gleichaltrigen war es mir allerdings nie möglich. Insoferne ist die teufliche Absicht der Masturbationseindämmung bei mir einigermaßen erfolgreich verlaufen.



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